Der angeschlagene belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis
hat die erst vor wenigen Monaten geschlossene Partnerschaft bei seiner Vermögensverwaltung in Asien aufgekündigt. Fortis
sehe sich bei der derzeitigen Marktlage nicht imstande, die Kooperation mit dem chinesischen Versicherer Ping An einzugehen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.
HB AMSTERDAM. Fortis
betonte, auch alleine habe Fortis
in der Vermögensverwaltung eine "substanzielle" Präsenz in Asien.
Im März hatten beide Seiten vereinbart, dass Chinas zweitgrößter Lebensversicherer Ping An die Hälfte der Fortis
-Vermögensverwaltung für 2,15 Mrd. Euro übernimmt. Fortis
hatte sich dadurch einen besseren Zugang zu den asiatischen Märkten versprochen. Nun sollen alle Anteile bei Fortis
verbleiben. Über die finanziellen Auswirkungen machte das Unternehmen keine Angaben.
Ping An gehört auch zu den Anteilseignern von Fortis
. Der europäische Finanzkonzern war erst am Montag von den Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs mit 11,2 Mrd. Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt worden. Die Finanzkrise macht dem Unternehmen schwer zu schaffen.

