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11.07.2008 

Dem Citibank-Gesamtbetriebsrat zufolge hat Crédit Mutuel betriebsbedingte Kündigungen mindestens für die nächsten 18 bis 24 Monate ausgeschlossen und will auch keine Standorte in Frage stellen. Das französische Institut wolle in Deutschland Fuß fassen und dazu auch investieren. Die Franzosen planen derzeit nach Informationen von Handelsblatt.com keinen umfassenden Umbau des Managements; der neue Eigentümer wolle lediglich "mit einigen Vertretern" in den Vorstand einziehen.

Käufer der Citi Deutschland ist der Bankenverband Crédit Mutuel Centre-Est Europe-CIC, der größte der genossenschaftlichen Bankengruppe Crédit Mutuel. Der östliche Verbund mit Sitz in Straßburg trägt rund zwei Drittel zum Gewinn der gesamten Bankengruppe bei, der 2007 bei 2,7 Mrd. Euro lag.

"Der Preis ist nicht zu hoch, da Citi sehr rentabel ist und uns die Bank eine doppelte Diversifizierung erlaubt", erklärte ein Sprecher des Crédit Mutuel gegenüber Handelsblatt.com. "Zum einen bekommen wir Zugang zum wichtigen deutschen Markt, zum anderern werden wir ein Player im Bereich Konsomentenkredite." Gerade dieses Wachstumsgeschäft fehlte bisher dem Crédit Mutuel. Das Filialnetz der genossenschaftlichen Bankengruppe ist vor allem in Immobilienkrediten stark, so der Sprecher, die Bank-Tochter CIC bei Firmenkrediten. "Es ist möglich, dass wir das Know How der deutschen Citi nutzen, um das Konsumentenkreditgeschäft auch in Frankreich auszubauen."

Crédit Mutuel ist vor allem stark im Bereich Retail und Versicherungen für Privatkunden; diese beiden Pole steuern rund zwei Drittel zu den Einnahmen bei. Allerdings kann die Bankengruppe ihr Know How hier nicht nach Deutschland exportieren. "Die Hannoveraner Talanx-Gruppe bleibt exklusiver Versicherungspartner, das können wir leider nicht ändern", erklärte der Sprecher.

Der Name "Citi" wird auf jeden Fall nach Abschluss der Transaktion verschwinden. "Welche neuen Namen wir der Bank in Deutschland geben werden, steht noch nicht fest", erklärte der Sprecher. Dies solle mit dem Vorstand besprochen werden, auch eine Kundenumfrage sei geplant.

Den Kaufpreis will das Centre Est-CIC aus dem Eigenkapital bestreiten - inwieweit noch eine Fremdfinanzierung nötig sei, hänge von den Gesprächen mit der französischen Bankenaufsicht ab. Derzeit verfügt das Centre Est nach Angaben des Sprechers über 16 Mrd. Euro Bank-Eigenkapital. Weitere vier Milliarden Euro decken die Versicherungsrisiken ab. Die Bank-Eigenkapitalquote gerechnet nach Tier One läge bei 8,8 Prozent, erklärte der Sprecher.

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