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11.07.2008 

Bisher sind die Kreditgenossen im Ausland so gut wie abwesend - sie besitzen nur einige Minderheitsbeteiligungen. "Der Kauf der Citibank in Deutschland wäre daher eine große strategische Wende", sagte Bernard de Longevialle, Leiter des Teams Finanzdienstleister der Pariser Niederlassung von Standard & Poor's (S&P), bevor bekannt worden war, dass Crédit Mutuel sich durchgesetzt hat.

Arbeitnehmervertreter der deutschen Citigroup-Tochter Citibank haben sich erfreut über den angekündigten Verkauf ihres Instituts an die französische Bank gezeigt. "Das ist eine gute Entscheidung", sagte der Vorsitzende des Citibank-Gesamtbetriebsrates, Rolf Dahmen, am Freitag . Sie werde vom Betriebsrat ausdrücklich begrüßt. Auch die Stimmung in der Belegschaft sei gut.

Der amerikanischen Citibank-Mutter Citigroup spült der Verkauf einen satten Gewinn in die klammen Kassen. Nach Steuern realisiert sie damit einen Gewinn von voraussichtlich vier Mrd. Dollar. Die größte Bank der USA kämpft seit Ausbruch der Finanzkrise vor einem Jahr mit milliardenschweren Abschreibungen und Verlusten. Bankchef Vikram Pandit will sich deswegen weltweit von Beteiligungen trennen, um die Kapitaldecke zu stärken. "Der Citibank-Verkauf trägt dazu bei, unsere Gruppe auf einen Pfad des zukünftigen Wachstums zu führen, das von unseren Kerngeschäftsfeldern angetrieben wird", erklärte Pandit. Mit Abschreibungen von über 45 Mrd. Dollar ist die US-Bank am weltweit stärksten von den Marktverwerfungen betroffen.

Crédit Mutuel sei eine hervorragende Wahl, um den Privatkunden in Deutschland auch weiterhin einen exzellenten Service gewährleisten zu können, sagte Citigroup-Chef Vikram Pandit. Die Citigroup betonte, sie stehe zu ihrem restlichen deutschen Geschäft, dem Firmenkundengeschäft und Investmentbanking ebenso wie dem europäischen Daten-Center.

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