Die Finanzkrise zieht weiter ihre Kreise: Der zweitgrößte US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac
erwartet Zahlungsausfälle in Höhe von zehn bis zwölf Milliarden Dollar auf laufende Kredite. Damit ist das Unternehmen nicht allein.
In den kommenden Monaten werde die Öffentlichkeit immer mehr die Auswirkungen der Zahlungsausfälle sehen. Dies könne die gesamte Wirtschaft gefährden. Freddie-Mac-Aktien rutschen nach den Äußerungen Syrons fast 4,8 Prozent ab, auch die Papiere des Rivalen Fannie Mae
fielen um 2,8 Prozent. Das Institut hatte vor kurzem ebenfalls Milliardenabschreibungen bekannt gegeben.
Daneben meldete auch die US-Bank Washington Mutual,
dass sie im vierten Quartal im Zuge der Subprime-Kreditkrise bei ihrer Bauspar-Tochter 1,6 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro) abschreiben muss. Als Folge rutscht die Muttergesellschaft in die roten Zahlen. Zudem will die Bank die Belegschaft um sechs Prozent verringern, darunter um 2 600 Mitarbeiter im Bereich Immobilienfinanzierung. Die Dividende soll im vierten Quartal auf 15 Cent gekürzt werden – von zuvor 56 Cent.
Die Bank, die zu den großen Anbietern von Immobiliendarlehen zählt, plant Rückstellungen für faule Kredite von 1,5 bis 1,6 Mrd. Dollar. Bislang hatte sie Rückstellungen in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar prognostiziert. Im Geschäft mit Eigenheimkrediten werden 190 der 336 Verkaufsbüros geschlossen.
Die Ratingagenturen Fitch und Moody’s Investor Service senkten das Kredit-Rating für Washington Mutual.![]()

