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29.09.2008 
Überweisungspanne

Fristlose Kündigung von KfW-Vorständen beschlossen

Nach der millionenschweren Überweisungspanne bei der Staatsbank KfW an die insolvente US-Bank Lehman müssen zwei Vorstände des Förderinstituts endgültig gehen.

HB BERLIN. Das teilten das Bundeswirtschaftsministerium und das Finanzministerium am Montag in Berlin mit. Demnach beschloss der Verwaltungsrat der Bank, die beiden zuständigen Vorstandsmitglieder Peter Fleischer und Detlef Leinberger mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern abzuberufen und die bestehenden Dienstverträge zu kündigen. Über die Zukunft eines beurlaubten Bereichsleiters müsse der KFW-Vorstand noch entscheiden.

Die drei Führungskräfte waren bereits vor rund anderthalb Wochen suspendiert worden, weil die KfW 300 Mill. Euro an die zusammengebrochene Investmentbank Lehman Brothers überwiesen hatte. Der Vorsitzende des KfW-Verwaltungsrates, Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), und sein Stellvertreter, Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), erklärten nach der Sitzung des Verwaltungsrates vom Sonntag, die Abberufung sei die Konsequenz aus den Ergebnissen einer rechtlichen Überprüfung durch die eingeschalteten Anwälte.

Der Verwaltungsrat unterstütze nachdrücklich das bereits begonnene Vorhaben des Vorstandes, das Risikomanagement, die Geschäftsablaufe und die Aufbauorganisation der KfW einer intensiven Überprüfung zu unterziehen, hieß es weiter. Der Verwaltungsrat bekräftige, dass Deutschland eine starke Förderbank brauche und unterstütze deshalb "in diesen schwierigen Zeiten" den KfW-Vorstand und alle Mitarbeiter bei der Zielsetzung, die KfW so schnell wie möglich in ruhiges Fahrwasser zurückzubringen, damit sie sich wieder voll und ganz auf ihre Kernaufgaben konzentrieren könne.

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