Für Immobilienprobleme: Spaniens Banken sollen 50 Milliarden bunkern

Für Immobilienprobleme
Spaniens Banken sollen 50 Milliarden bunkern

In Spanien macht die neue Regierung ernst – und die hiesigen Banken bekommen einen ersten Eindruck, was ihnen blüht: Sie sollen bis zu 50 Milliarden Euro zurücklegen. Doch woher nehmen?
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MadridSpanische Banken müssen nach dem Willen der neuen Regierung zusätzlich insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro für Verluste im Immobiliensektor zurücklegen. Die meisten Institute könnten dieses Polster über mehrere Jahre aus ihren Gewinnen bilden, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos in einem am Mittwochabend im Internet veröffentlichten Interview mit der „Financial Times“.

Die Regierung habe sich für diesen Puffer entschieden und damit gegen eine sogenannte „Bad Bank“ zur Isolierung von Verlusten durch das Platzen der Immobilienblase, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Banken müssten ihre Bilanzen ohne weiteres Geld aus der Staatskasse säubern, erklärte de Guindos dem Bericht zufolge weiter. Zudem müsse es unter den Sparkassen eine neue Runde der Konsolidierung geben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Für Immobilienprobleme: Spaniens Banken sollen 50 Milliarden bunkern"

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  • Woher nehmen? Ganz einfach a la Italien von der EZB. Spanien schreibt wie Italien Staat Schuld Garantien aus. Mit diesem Toiletten Artikel laufen die Banken zu der EZB, und schwupp ist Geld da. Da bleibt auch noch ein bisschen übrig um Firmen wie HochTief zu kaufen damit Firma ABC gesunden kann.

  • Die Banken können aus diesen, auch von der EBA geforderten, Auflagen, in der Zukunft, nur eine Lehre ziehen. Leihe niemals denjenigen Geld, der die Macht hat über dich zu verfügen. Die ach so intelligenten Politiker werden dann schmerzhaft feststellen dass Banken in Zukunft ihre Staatsanleihen nicht mehr kaufen werden. Glückwunsch liebe Politiker!

  • Wer Kredite ohne ausreichende Pfandklugheit (Werthaltigkeit richtig einschätzt) vergibt muß eben anfallende Ausfälle aus seinen Gewinnen/Eigenkapital decken. Ein sehr logischer Schluß, den die spanische Regierung da getroffen hat. - In dem Interview wird auch weiterhin festgestellt, dass die Banken, die dies nicht schaffen, eben von anderen absorbiert werden. Also survival of the fittest, auch für das jeweilige Bankenmanagement.
    Wäre dies in Deutschland auch möglich?

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