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27.02.2008 

Alpen-Steueroase im Fokus: Derersten Banken beginnen, sich von ihren Töchtern in Vaduz zu trennen. Foto: ArchivLupe

Alpen-Steueroase im Fokus: Derersten Banken beginnen, sich von ihren Töchtern in Vaduz zu trennen. Foto: Archiv

Lupe

Während die LGT eine rein liechtensteinische Bank ist, sind andere auch offiziell als Ableger ausländischer Muttergesellschaften zu erkennen. Die Bank Vontobel gehört dazu, die nun ebenfalls ins Visier der deutschen Fahnder geraten ist. Entsprechende Informationen führten am Dienstag dazu, dass der Aktienkurs der in Zürich börsennotierten Bank zeitweise um mehr als vier Prozent einbrach. Andreas Venditti, Analyst der Zürcher Kantonalbank, hält das für nicht weiter überraschend. Die meisten Schweizer Institute hätten Tochtergesellschaften, die auf die Gründung von Stiftungen und Trusts für Kunden in Liechtenstein spezialisiert seien, sagt er. Allerdings, so heißt es in Finanzkreisen, sei es in den meisten Fällen nicht so ersichtlich wie bei Vontobel.


Tabelle  Infografik: Die Liechtenstein Connection


Die meisten Konzessionen am Bankplatz Liechtenstein holten sich allerdings die Österreicher Ende der 90er-Jahre für Niederlassungen in dem steueroptimierenden Kleinstaat. So wirbt die Liechtenstein-Tochter der Raiffeisenbank Kleinwalsertal mit „Kapitalanlage im Ausland“ und dem strengen Bankgeheimnis. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren sei die Raiffeisen Bank (Liechtenstein) AG eine der am schnellsten wachsenden Banken in Vaduz, lautet die Eigenwerbung. Die Bank übernahm im Jahr 2003 die Liechtensteiner Niederlassung der börsennotierten österreichischen Ersten Bank.

Die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG hat in Liechtenstein ebenfalls seit 1998 ihre Tochter, die Hypo Investment Bank Vaduz. Seit knapp neun Jahren ist die Kärntner Hypo Group Alpe Adria in Liechtenstein vertreten. Die Bayerische Landesbank als heutige Muttergesellschaft der Kärntner will die ungeliebte Tochter jetzt schnell loswerden. Auch die Vorarlberger Volksbanken-Gruppe ist mit einer eigenen Niederlassung im „Ländle“, wie die Einwohner selbst Liechtenstein nennen, vertreten. Und an der Liechtensteiner Bank Frick ist mit rund 25 Prozent der größte österreichische Versicherer Wiener Städtische beteiligt.

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