Gebühr für Privatkunden: Einige Genossenschaftsbanken greifen schon zu

Gebühr für Privatkunden
Wann ziehen die Sparkassen bei Strafzinsen nach?

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Einige Genossenschaftsbanken greifen schon zu

Überall im Sparkassenlager wird längst über den Fall der Fälle nachgedacht. Entscheidend sei, wie sich der Marktzins weiter entwickelt, so ein Verbandsfunktionär. Sollten die Zinsen nicht steigen, wäre letztlich auch ein Verwahrentgelt denkbar. Auch Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon betont, dass besonders „normale“ Sparer geschützt werden müssten – er betrachtet die Sparkassen als „Schutzmacht“ der Sparer. Ihm sei aber klar, dass „niemand dauerhaft gegen betriebswirtschaftliche Grundsätze handeln“ könne, sagte er kürzlich. „Dann sollten wir aber unsere Aufgabe als Sparkasse mindestens dadurch nachkommen, dass kleine Vermögen Schutz genießen.“ Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hat allerdings keinen Einfluss auf die Preispolitik der deutschen Sparkassen.

Einige wenige Volks- und Raiffeisenbanken sind den Schritt bereits gegangen. Sie verlangen für hohe Einlagen – ab 100.000 oder 500.000 Euro – auch von vermögenden Privatkunden einen solchen Negativzins. Wer bei der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee mehr als 100.000 Euro auf dem Tages- oder Girokonto parkt, muss seit vergangenem September einen Strafzins von 0,4 Prozent zahlen.

Ein Beispiel, dem auch die Volksbank Stendal inzwischen gefolgt ist. Als erstes Institut führte die Deutsche Skatbank schon Ende 2014 Strafzinsen ein – allerdings nur für vermögende Kunden. Dort wird dort für kurzfristige Einlagen von mehr als 500.000 Euro ein Negativzins von 0,25 Prozent pro Jahr fällig. Das gilt, wenn der Kunde insgesamt mindestens drei Millionen Euro Anlagen hat.

Mit der Volksbank Niederschlesien gibt es seit kurzem eine Bank, die von Kleinsparern Gebühren für das Tagesgeld verlangt. Mindestens fünf Euro Monatsgebühr werden seit kurzem für das Konto fällig. Damit bricht das kleine Geldhaus mit einem Tabu der Finanzbranche: Kleinsparer haben sich zwar daran gewöhnt, dass sie kaum noch Zinsen aufs Tagesgeld erhalten. Eine monatliche Kontoführungsgebühr mussten sie bislang aber nicht bezahlen. Der Bank zufolge nutzte zuletzt kein einziger Kunde das gebührenpflichtige Tagesgeldkonto.

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  • „Verwahrentgelt“, „Guthabengebühr“ sind alles verschwurbelte Formulierung des gleichen Sacchverhalts:

    Der Gläubiger einer Bank (=Bankkunde) wird dafür bestraft, daß er der Bank (=Schuldner) Liquidität zur Verfügung stellt.

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