Wann ziehen die Sparkassen bei Strafzinsen nach?

Gebühr für Privatkunden
Wann ziehen die Sparkassen bei Strafzinsen nach?

Die Münchner Stadtsparkasse will Strafzinsen für Privatkunden vermeiden – und doch könnte sie sich dazu gezwungen sehen, wenn große Wettbewerber damit beginnen. Für Kunden ist das keine gute Nachricht.
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FrankfurtBislang verlangt keine der rund 400 deutschen Sparkassen Strafzinsen von privaten Kunden, auch nicht von Vermögenden. Doch gänzlich ausschließen will diesen Schritt kaum ein Sparkassenchef mehr. „Sobald der erste große Marktteilnehmer Negativzinsen für Privatkunden erhebt, werden auch wir gezwungen sein, nachzuziehen“, sagte Ralf Fleischer, Chef der Stadtsparkasse München, in dieser Woche. Sonst würden womöglich Kunden von Banken, die Strafzinsen verlangen, ihr Geld zur Stadtsparkasse bringen, die für die Lagerung dieses Geldes wiederum bezahlen müsste, zitiert ihn die „Süddeutsche Zeitung“.

Wie solch ein „Verwahrentgelt“ ausgestaltet wäre, könne man derzeit nicht sagen. Es sei aber stark anzunehmen, dass es genau wie für die Geschäftskunden auch für Privatkunden Freibeträge geben und damit nur „sehr vermögende Kunden betreffen würde“, so ein Sprecher der Stadtsparkasse.

Ab April wird die Münchner Sparkasse, die zu den zehn größten in Deutschland gehört, von Firmenkunden Strafzinsen verlangen. Dabei geht es um Einlagen von mehr als 250.000 Euro. Unternehmen mit hohen Einlagen müssen bei vielen Sparkassen sowie privaten und genossenschaftlichen Banken bereits mit einer „Guthabengebühr“ rechnen.

Auslöser für die Überlegung ist die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB). Dort müssen Geschäftsbanken derzeit 0,4 Prozent Strafzins berappen, wenn sie überschüssige Liquidität über Nacht parken wollen. Das ist teuer für die Banken. Nach einer Analyse der Beratungsfirma Barkow Consulting kostete der EZB-Strafzins die Deutschen Banken im vergangenen Jahr rund 1,1 Milliarden Euro.

Nach Möglichkeit aber will die Stadtsparkasse München Strafzinsen für Private vermeiden – wie auch andere der öffentlich-rechtlichen Institute. Doch hinter vorgehaltener Hand hört man von Sparkassenchefs häufiger das Argument, dass eine Sparkasse nachziehen müsste, sollte der direkte Konkurrent, etwa die Volksbank in der Region, Strafzinsen einführen.

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Einige Genossenschaftsbanken greifen schon zu

Kommentare zu " Gebühr für Privatkunden: Wann ziehen die Sparkassen bei Strafzinsen nach?"

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  • „Verwahrentgelt“, „Guthabengebühr“ sind alles verschwurbelte Formulierung des gleichen Sacchverhalts:

    Der Gläubiger einer Bank (=Bankkunde) wird dafür bestraft, daß er der Bank (=Schuldner) Liquidität zur Verfügung stellt.

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