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19.11.2008 
Bankenbranche

Gerüchte treiben Kurs der Postbank hoch

Bis zu 15 Prozent schossen die Papiere der Postbank zeitweise nach oben. Unbestätigte Gerüchte über eine schnelle Komplettübernahme der Postbank durch die Deutsche Bank machen die Runde.

HB FRANKFURT. Gerüchte über eine schnelle Komplettübernahme der Postbank durch die Deutsche Bank haben am Mittwoch den Kurs der Postbank-Aktie steil nach oben getrieben. Das Papier legte zeitweise um über 15 Prozent zu. Das Wirtschaftsmagazin "Capital" berichtete unter Berufung auf einen ranghohen Deutsch-Banker, das Geldinstitut wolle die Postbank "so schnell es geht komplett" übernehmen.

Grund für die Eile sei der rasante Kursverfall der Postbank, die das Geschäft für die Deutsche Bank günstiger machen würde, berichtete "Capital". Weder Postbank noch die Post AG wollten die Meldung kommentieren. Die Deutsche Bank erklärte, das Institute kommentiere Marktgerüchte grundsätzlich nicht. Die Deutsche Bank hat bereits 29,75 Prozent der Postbank-Aktien zum Preis von 2,79 Milliarden Euro oder 57,25 Euro je Anteilsschein von der Deutschen Post übernommen. Die Vereinbarungen sehen Optionen auf ein weiteres Aktienpaket von 18 Prozent aus dem Bestand der Post AG vor, die frühestens ein Jahr nach dem Abschluss der Teilübernahme gezogen werden können.

Die Post AG hielt bisher 50 Prozent plus eine Aktie an der Postbank. Die Zeitschrift zitierte die namentlich nicht genannte Quelle, die Deutsche Bank denke darüber nach, "das aktuell günstige Kursniveau" bei der Postbank "durch Optionsgeschäfte oder sonstige derivative Strukturen zu sichern". Dadurch ergäbe sich ein günstiger Mischpreis, der den relativ teuren Einstieg relativieren würde.

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