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21.04.2008 
Erwartungen verfehlt

Gewinn der Bank of America bricht ein

Die Bank of America hat wegen der Kreditkrise einen empfindlichen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Mit den Quartalszahlen blieb das zweitgrößte US-Institut deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das belastete die Börsen. Der Dax gab merklich nach.

Die Kreditkrise beschert der Bank of America ungemütliche Zeiten. Foto: apLupe

Die Kreditkrise beschert der Bank of America ungemütliche Zeiten. Foto: ap

CHARLOTTE. Der Nettogewinn der Bank of America verringerte sich im ersten Quartal um 77 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar. Das entspricht 0,23 Dollar je Aktie, wie die Bank am Montag » mitteilte. Analysten hatte mit einem Gewinn je Aktie von 0,41 Dollar gerechnet. Hauptgrund für den Gewinnrückgang waren Wertkorrekturen bei komplexen Kreditpapieren von rund 1,5 Milliarden Dollar sowie bei Darlehen für Übernahmefinanzierungen von 439 Millionen Dollar.

An den Börsen wurden die Zahlen mit Enttäuschung aufgenommen. Der Dax gab um ein Prozent nach und fiel unter 6 800 Punkte. Die Aktie der Bank of America verlor zu Handelsbeginn in New York 1,8 Prozent.

In den ersten drei Monaten 2007 hatte das Finanzinstitut ein Ergebnis je Aktie von 1,16 Dollar und Einnahmen von 18,4 Mrd. Dollar vermeldet. Die Erträge des Instituts sanken jetzt um sechs Prozent auf 17 Milliarden Dollar. In diesem Punkt übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten, die mit Gesamteinnahmen von 16,46 Mrd. Dollar gerechnet hatten.

Die Rücklagen für Kreditausfälle erhöhte die Bank of America im Anfangsquartal 2008 auf 6,01 (1,24) Mrd Dollar und die Nettoabschreibungen lagen bei 2,72 Mrd Dollar.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bankchef Lewis gibt sich zerknirscht

"Obwohl die Einnahmen in den meisten unserer Geschäftsbereiche gestiegen sind, sind diese Ergebnisse ganz klar nicht das, was wir erwartet haben", sagte Kenneth D. Lewis, der Chairman und CEO der Bank. Er sagte, das Institut habe mit der Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung und den Verwerfungen an den Kapitalmärkten zu kämpfen.

Weltweit wurden Banken von der Finanzmarktkrise hart getroffen. So hat die größte Bank der USA, die Citigroup, seit Mitte 2007 Belastungen von mittlerweile rund 46 Mrd. Dollar verkraften müssen. Im ersten Quartal schrieb das Institut einen Verlust von über fünf Mrd. Dollar. Nun sollen 13 000 Stellen wegfallen. Institute wie die Citigroup besorgen sich deshalb in großem Stil frisches Geld von Investoren, auch von ausländischen Staatsfonds. Die Bank of America hatte Anfang des Jahres durch die Ausgabe von Vorzugsaktien rund zwölf Mrd. Dollar eingenommen.

Im Gegensatz zu US-Marktführer Citigroup stürzte die im Privatkundengeschäft besonders starke Bank jedoch nicht ins Minus.

Der Bank-of-America-Chef Lewis hatte vor den jüngsten Geschäftszahlen angekündigt, das Geldhaus werde im laufenden Jahr nicht nur profitabel sein, sondern auch seine 30-jährige Geschichte einer Dividendenerhöhung fortsetzen und dabei für 2008 ein Ergebnis je Aktie von über 4 Dollar vorausgesagt.

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