Gewinnrückgang: Bank of America enttäuscht Analysten

Gewinnrückgang
Bank of America enttäuscht Analysten

Die Bank of America hat im abgelaufenen Quartal nicht so viel verdient wie noch ein Jahr zuvor. Die Erwartungen der Analysten wurden zudem verfehlt. Eine höhere Risikovorsorge und ein schwächeres Handelsergebnis haben die Bilanz verhagelt. Das zweitgrößte Geldhaus der USA rechnet in den kommenden Quartalen aber wieder mit einem besseren Abschneiden im Kapitalmarktgeschäft.

HB NEW YORK. Unter dem Strich seien im Schlussquartal 3,77 Mrd. Dollar (rund 3,1 Mrd. Euro) oder 93 Cent je Aktie verdient worden, teilte das Institut aus Charlotte im Bundesstaat North Carolina am Montag mit. Im Vorjahresquartal hatten die Amerikaner noch einen Gewinn von 3,85 Mrd. Dollar oder 94 Cent je Anteilsschein verbucht. Bereinigt um Fusions- und Restrukturierungskosten errechnete sich ein Gewinn von 94 Cent je Aktie - Analysten hatten jedoch mit 1,02 Dollar gerechnet.

„Wir hatten ein schwaches Quartal im Handel, das klar unter unserem Abschneiden in vergangenen Quartalen lag“, erklärte Bank-of-America-Chef Kenneth Lewis. „Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass wir im Handel in den anstehenden Quartalen besser abschneiden.“

Das Quartalsergebnis der Bank wurde zugleich von einem Anstieg der Insolvenzen belastet, der das Ergebnis vor Steuern um 320 Mill. Dollar verminderte. Hintergrund ist die Einführung eines neuen Insolvenzrechts Mitte Oktober, das mehr auf die Bedürfnisse der Kreditgeber zugeschnitten ist. Im Vorfeld machten noch viele Schuldner von der alten Regelung Gebrauch. Zudem änderte die Bank of America beispielsweise auch ihr Vorgehen bei der Überziehung von Kreditkarten-Limits, was sich ebenfalls in den Zahlen niederschlug.

Noch nicht enthalten in den Quartalszahlen ist die mehr als 34 Mrd. Dollar schwere Übernahme von MBNA, mit der die Bank of America zum größten Kreditkarten-Anbieter der USA aufsteigt.

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