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05.04.2007 
Converium-Übernahme

Gute Ergebnisse geben Scor Rückenwind

Nach exzellenten Ergebnissen des französische Rückversicherers Scor aus dem Jahr 2006 sehen Analysten gute Chancen für eine Übernahme des Konkurrenten Converium. Derzeit besitzt Scor knapp 33 Prozent der Aktien. Die Ratingagenturen sind jedoch skeptisch.

ali PARIS. Der Gewinn stieg 2006 unerwartet stark um 92 Prozent auf 252 Mill. Euro. Dazu addiert sich ein Sondergewinn von 52 Mill. Euro, da Scor die deutsche Revios unter dem Buchwert übernommen hat. „Die Zahlen verleihen der Zukauf-Strategie von Scor Glaubwürdigkeit“, urteilten die Analysten des Brokers Cheuvreux. Scor-Chef Denis Kessler will den Schweizer Wettbewerber Converium für 1,9 Mrd. Euro übernehmen.

Kessler nutzte gestern die Bilanz-Vorlage, um seine Strategie nach einer Converium-Übernahme vorzustellen. Scor und Converium wären gemeinsam der fünftgrößte Rückversicherer der Welt. Dank der gestiegenen Größe könnte der Rückversicherer seine Risiken besser diversifizieren und als „Preissetzer“ auftreten. Von 2007 bis 2010 sollen die Prämieneinnahmen im Schnitt um sieben Prozent pro Jahr zulegen und der Gewinn je Aktie um einen zweistelligen Prozentbetrag wachsen. „Wir streben eine Verzinsung des Eigenkapitals von 13 Prozent für das Jahr 2010 an“, sagte Kessler. Converium verspricht bereits ab dem Jahr 2009 eine Rentabilität von 14 Prozent.

Scor besitzt bereits knapp 33 Prozent an Converium. Daher glauben Anleger, dass es den Franzosen gelingen sollte, die Mehrheit zu bekommen. Die Aktien-Bar-Offerte von Scor bewertet eine Converium-Aktie derzeit mit 21,5 Schweizer Franken. Converium notierten gestern bei 21,7 Schweizer Franken.

Skeptisch bleiben zurzeit die Ratingagenturen, etwa Standard & Poor’s. Ihre Experten wollen das „A minus“-Rating für Converium im Falle einer Übernahme durch Scor wieder zurück ziehen. Begründung: Das Risiko des Weggangs von Top-Leuten sowie der Verlust von Kunden. Jetzt haben die Aktionäre das Wort: Scors Umtauschofferte läuft vom 18. April bis zum 1. Juni.

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