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08.11.2007 
Gewinn dank Steuereffekt

Hannover Rück verspricht Sonderdividende

Der Rückversicherer Hannover Rück hat in den ersten neun Monaten 2007 seinen Gewinn deutlich gesteigert. Dies lag vor allem der Steuerreform. Die Aktionäre sollen nun eine Sonderdividende bekommen.

HB HANNOVER. Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat sich für 2007 höhere Ziele gesteckt. Es sehe gut aus, dass der Konzern das Ziel einer Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent übertreffen werde, sagte Vorstandschef Wilhelm Zeller am Donnerstag in Hannover. Berücksichtigt man die Steuerersparnis von 180 Mill. Euro durch die Steuerreform, ergebe sich sogar eine Eigenkapitalrendite von mindestens 20 Prozent. In den nächsten Jahren wolle die Hannover Rück beim operativen Ergebnis (Ebit) und Gewinn je Aktie prozentual zweistellig wachsen, bekräftigte Zeller in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

In den ersten neun Monaten verdiente die Hannover Rück trotz des Wintersturms „Kyrill“ und der Überschwemmungen in Großbritannien deutlich mehr. Bis 30. September stieg das Ebit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,3 Prozent auf 690,3 Mill. Euro. Der Überschuss legte um 55 Prozent auf 589,3 Mill. Euro zu. Wegen des Verkaufs der US-Tochter Praetorian ging die gebuchte Bruttoprämie um elf Prozent zurück auf 6,4 Mrd. Euro. Zeller zeigte sich mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden. Der Aktienkurs sank jedoch um zweieinhalb Prozent.

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Die Dividende soll höher ausfallen als die 1,60 Euro im Vorjahr. Zusätzlich können sich die Aktionäre wegen des Sondereffekts durch die Steuerreform auf einen Bonus freuen. Die Hannover Rück will 35 bis 40 Prozent des Gewinns ausschütten.

Einen Aktienrückkauf plant der Rückversicherer derzeit nicht. Das wäre die letzte Option, wenn man keine bessere Verwendung für das Kapital fände, sagte Zeller. Zuvor hatte Finanzchefin Elke König im Reuters-Interview gesagt, ein Aktienrückkauf sei zwar nicht vom Tisch, aber nicht aktuell.

König zufolge ist das vierte Quartal gut angelaufen - trotz des Hurrikans „Noel“, der in der Karibik wütete, und der Brände in Kalifornien. „Noel“ belaste die Hannover Rück voraussichtlich mit mehr als fünf Mill. Euro und sei damit nach der Lesart der Hannover Rück zwar ein Großschaden, sagte König. „Die Schadenbelastung ist aber nicht signifikant.“ Die Flächenbrände in Kalifornien dürften die Hannover Rück mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag belasten.

Möglicherweise muss die Hannover Rück auch wegen der Krise am US-Hypothekenmarkt weitere Abschreibungen vornehmen. Bis Ende des dritten Quartals seien es 4,6 Mill. Euro gewesen, sagte König. „Da kann noch etwas kommen. Wir gehen aber weiterhin von insgesamt maximal zehn Mill. Euro aus“, sagte sie.

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