Die Hannover Rück hat ihre Prognose für dieses Jahr konkretisiert. Der weltweit viertgrößte Rückversicherer will beim Konzerngewinn leicht oberhalb von 700 Millionen Euro liegen.
HB HANNOVER. Zum Ergebnis trage auch die Unternehmenssteuerreform bei, die einen Effekt von etwa 200 Mill. Euro vor Minderheitsanteilen habe, sagte Unternehmenschef Wilhelm Zeller am Freitag in Hannover auf einer Investorenkonferenz. Im vergangenen Jahr hatte der Rückversicherer unter dem Strich 514 Mill. Euro verdient. Auch ohne den Steuereffekt will das Unternehmen aber den Vorjahreswert um fünf bis zehn Prozent übertreffen, sagte Zeller.
Zeller hatte sich bislang mit einer konkreten Ergebnisprognose zurückgehalten und lediglich gesagt, das Vorjahresergebnis werde übertroffen. Er bekräftigte, dass die Eigenkapitalrendite in diesem Jahr bei mindestens 15 Prozent liegen werde. Die Dividendenausschüttung werde 35 bis 40 Prozent des Gewinns betragen. Bei den Bruttoprämien rechnete Zeller mit einem Rückgang von bis zu zehn Prozent.
Mit dem Geschäftsverlauf im zweiten Quartal hatte sich die Hannover Rück in der vergangenen Woche zufrieden gezeigt. „Es liegt voll im Rahmen unserer Erwartungen“, hatte Finanzchefin Elke König gesagt. Das Auftaktquartal hatte allerdings der Wintersturm „Kyrill“ verhagelt.
Die Hannover-Rück-Aktie machte nach den Äußerungen Zellers einen Teil ihrer Verluste wett und schloss leicht im Minus bei 35,95 Euro.

