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12.07.2007 

Die Gründerväter der Branche in den USA wollen für den Goodwill in der Regel Geld sehen. Das dürfte einer der Hauptgründe für den Blackstone-Börsengang sein. "Ich sehe keinen Grund, warum Private-Equity-Fonds an die Börse gehen sollten, es sei denn, Anteilseigner wollen ihren über Jahre erarbeiteten Goodwill zu Geld machen", sagt auch BC-Chef Reidel. Blackstone erwartet für die nächsten Jahre hohe Verluste, weil der Goodwill abgeschrieben werden muss, der den Gründern gezahlt wird.

Der erfolgreiche Börsengang von Blackstone dürfte trotzdem viele Nachahmer finden. Banker rechnen in diesem Jahr in den USA mit bis zu vier weiteren Börsengängen: KKR, Carlyle, Apollo und TPG. In Europa erwarten sie mindestens eine Ankündigung eines Börsengangs. Das dürfte CVC sein. "Wir diskutieren derzeit darüber", sagt Deutschland-Chef Koltes. Unter anderem hätte man mit Aktien eine "gute Währung, um neue Leute einfacher zu vergüten."

BC-Partner Reidel sieht indes keinen Vorteil für einen Börsengang. Seiner Meinung nach kann eine Private-Equity-Gesellschaft dabei nur verlieren. "Wenn es bei einem der Portfoliounternehmen mal nicht so gut läuft, hilft die öffentliche Diskussion nicht. Und wenn es gut geht, gibt es keinen Grund, darüber zu reden. Davon wird es auch nicht besser."

So tragen die Gründer selber die Idee des Private Equity (privaten Kapitals) zu Grabe, indem sie es zu Public Equity, also öffentlichem Kapital, machen. Bei einigen in der Branche kommt da Katerstimmung auf. "Wenn die Gründer an die Börse gehen", sagt ein Londoner Investmentbanker, "ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Party demnächst vorbei ist." Doch bis dahin werden die neuen Herren der Wirtschaft noch eine ganze Reihe von Unternehmen aufmischen.

Quelle: Wirtschaftswoche

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