Höhe unklar: Postbank unterbreitet BHW-Aktionären Pflichtangebot

Höhe unklar
Postbank unterbreitet BHW-Aktionären Pflichtangebot

Nach der Übernahme des zweitgrößten deutschen Baufinanzierers BHW macht die Postbank den verbliebenen Minderheitsaktionären ein Pflichtangebot.

HB BONN. Zur Höhe der Offerte teilte die Bank am Montag lediglich mit, es werde ein „angemessener Preis entsprechend den gesetzlichen Vorgaben“ angeboten. Weitere Details würden demnächst veröffentlicht.

Zu den BHW-Aktionären, die auf ein attraktives Angebot spekulieren, gehört auch der Hedge-Fonds-Manager und Borussia Dortmund-Großaktionär Florian Homm. Den gesetzlichen Vorgaben folgend muss die Postbank den Minderheitsaktionären mindestens den Durchschnittskurs der vergangenen 90 Handelstage bezahlen, da dieser höher ist als der Preis, den sie an die BHW-Großaktionäre gezahlt hatte.

Insgesamt hält die Postbank nach dem vollzogenen Kauf des Aktienpakets (82,9 Prozent) vom Deutschen Beamtenwirtschaftsbund (BWB) und der BGAG Gruppe jetzt 91,04 Prozent der Stimmrechte an der BHW. Die von BHW selbst gehaltenen Aktien seien eingezogen worden, teilte die Tochter der Deutschen Post weiter mit. Die im MDAX notierte Postbank-Aktie reagierte auf die Nachricht nicht und notierte unverändert bei 49 Euro.

Früheren Angaben zufolge liegt der Preis für den Kauf der kompletten BHW Holding maximal bei 1,79 Milliarden Euro und damit deutlich unter der aktuellen Marktkapitalisierung der BHW-Aktie. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann hatte Mitte Oktober betont, dass der BHW-Aktienkurs wegen des geringen Streubesitzes aber nur bedingt als Gradmesser für den Unternehmenswert heranzuziehen sei.

Über den Preis für das Paket der beiden Mehrheitseigentümer machte die Bank keine Angaben. Die Übernahme wird den Gewinn der Deutschen Post-Tochter in den kommenden Jahren wegen der Integrationskosten nur geringfügig verbessern. Die vollen finanziellen Vorteile werden erst ab 2009 erwartet. Den Kaufpreis für die BHW will die Postbank voll in bar bezahlen.

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