Die britische Großbank HSBC Holdings hat im ersten Halbjahr bei Erträgen und Gewinn deutlich zugelegt.
dpa-afx LONDON. Der Vorsteuergewinn sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 14,159 Mrd. Dollar gestiegen, teilte die Bank am Montag in London mit. Die Erträge stiegen um 23 Prozent auf 42,092 Mrd. Dollar. Unterm Strich blieb ein Überschuss nach Minderheitenanteilen von 10,895 Mrd. Dollar - 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Mit dem Vorsteuergewinn von 14,159 Mrd. Dollar lag HSBC deutlich über den Erwartungen. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten nur mit 12,717 Mrd. Dollar gerechnet. Der Zinsüberschuss legte um neun Prozent auf 18,23 Mrd. Dollar zu, die operativen Ausgaben stiegen um 15 Prozent auf 18,611 Mrd. Dollar.
Das gute Ergebnis des ersten Halbjahres sei vor allem durch den guten Geschäftsverlauf in Asien und dem Firmenkundengeschäft angetrieben worden, sagte HSBC-Chef Stephen Green. Dies habe gestiegene Belastungen im Geschäft mit Konsumentenkrediten in den USA und dem "schwierigen Umfeld" im Privatkundengeschäft in Europa ausgeglichen, sagte er.
Für den US-Markt rechnet der HSBC-Chef mit einer Fortsetzung der Schwäche im Zuge der Krise auf dem Markt für private Immobilienkredite. HSBC werde sich in diesem Segment deutlich zurückhalten. "Wir bleiben vorsichtig was unseren Risikohunger angeht", sagte Green.

