Die US-Hypothekenkrise geht an der Privatbank HSBC Trinkaus vorbei. Das Düsseldorfer Geldhaus hat den Betriebsgewinn um knapp 13 Prozent gesteigert - und damit eine neue Rekordmarke erreicht.
HB DÜSSELDORF. Unbeschadet von der US-Hypothekenkrise hat die Düsseldorfer Privatbank HSBC
Trinkaus
im vergangenen Jahr Rekordgewinne verbucht. "Da wir seit jeher die Übernahme synthetischer Kreditrisiken vermeiden und somit auch zu keiner Zeit selbst Subprime-Anlagen getätigt haben, sind wir von den direkten Belastungen aus der Subprime-Krise auch völlig unbelastet geblieben", sagte Vorstandssprecher Andreas Schmitz am Freitag. Das zu über 78 Prozent zu Europas größtem Finanzkonzern HSBC
gehörende Institut steigerte den Betriebsgewinn um knapp 13 Prozent auf die Bestmarke von 206 Millionen Euro.
Der Überschuss kletterte um 26 Prozent auf 144,4 Mill. Euro. Die Bank führte den überproportionalen Anstieg auf einen um 11,5 Mill. Euro reduzierten Steueraufwand als Folge der Unternehmenssteuerreform zurück. Die Anteilseigner HSBC
und LBBW sollen eine unveränderte Dividende von 2,50 Euro je Aktie erhalten.
Mit einem Anteil von fast 60 Prozent an den operativen Erträgen ist der Provisionsüberschuss nach den Worten des Vorstandes die "zentrale Erfolgsgröße" der auf Firmen und vermögenden Privatkunden spezialisierten Bank. Das Geschäft mit dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren für Kunden trieb diesen um 12,9 Prozent auf 318,1 Mill. Euro nach oben. Das Handelsergebnis lag mit 100 Mill. Euro um rund vier Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Der Zinsertrag legte um 24,2 Prozent auf 110 Mill. Euro zu.
Trotz eines guten Starts ins neue Jahr zeigte sich Schmitz zurückhaltend, die Rekordwerte zu übertreffen. Das Erlösvolumen der Banken in Deutschland werde deutlich schrumpfen. "Wir streben daher an, das Ergebnis des Vorjahres wieder zu erreichen". In den ersten beiden Monaten lägen die Werte zwar leicht über dem Vorjahr. Doch gehe er davon aus, dass das erste Quartal unter dem Vorjahresquartal herauskommen werde, das mit zu den besten in der Firmengeschichte zählte.

