Die Hannover Rück
ist der Rückversicherer der Versicherung, die möglicherweise für den Schaden des ICE-Unglücks bei Fulda gerade stehen muss. Das könnte das Unternehmen Millionen kosten.
HB HANNOVER. "Die Deckungssumme der Police beträgt aber nur zwei Mill. Euro", sagte Firmenchef Wilhelm Zeller am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover. Schafe waren am 27. April auf die Gleise der ICE-Trasse München-Hamburg gelaufen und hatten zur Entgleisung eines Zuges geführt.
Im ersten Quartalen zählte der Konzern insgesamt acht Großschäden, die zu einer Nettobelastung von 68 Mill. Euro führten, wie Zeller sagte. Dazu zählten die Schneestürme in China, der Wintersturm "Emma" in Europa und eine Flut in Australien.
Der weltweit viertgrößte Rückversicherer ist dennoch mit einem Gewinnplus von gut einem Fünftel ins neue Jahr gestartet. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Branchenexperten, die mit höheren Zahlungen für Großschäden und höheren Abschreibungen auf Kapitalanlagen gerechnet hatten. "Es war ein gutes Quartal", bilanzierte Firmenchef Wilhelm Zeller am Dienstag. "Und der Kapitalmarkt teilt unsere Einschätzung." Die Aktie stieg um drei Prozent.
Vor Steuern und Zinsen verdiente Hannover Rück
im ersten Quartal mit 242 Millionen Euro 60 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Unter dem Strich verblieben mit 152 Millionen Euro 23 Prozent mehr in der Kasse. Die Bruttoprämie ging wegen des schwachen Dollars um 5,5 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern wegen rückläufiger Prämien unverändert eine Eigenkapitalrendite von mehr als 15 (2007: 23,5) Prozent.
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