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27.03.2008 

Aus Sicht von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ist die Bundesregierung bei der Sanierung der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB derzeit nicht in der Pflicht. „Wir hoffen natürlich, dass der Verkaufsprozess, der eingeleitet worden ist, zum Erfolg führt und sehen gegenwärtig keine Maßnahmen, die wir staatlicherseits veranlassen müssten“, sagte der CSU-Politiker der ARD am Mittwoch.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, sprach sich generell gegen Hilfen für die im Zuge der Hypothekenkrise ins Wanken geratenen Banken aus. „Wir dürfen nicht denen das Leben erleichtern, die Fehler gemacht haben. Sie müssen für ihre Fehler bezahlen“, sagte er der ARD. „Nicht nur, weil es ungerecht wäre, wenn sie so davon kämen, sondern auch deshalb, weil sie diese Fehler, wenn sie nicht dafür bezahlen müssen, noch einmal machen.“

Die IKB ist durch Spekulationsgeschäfte mit US-Ramschhypotheken in massive Probleme gerutscht. Mit mehreren Hilfspaketen über mehr als 8,5 Mrd.Euro unter Beteiligung der staatlichen KfW, des Bundes und der Banken musste das Geldhaus vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Erst in der vergangenen Woche war eine neue Finanzlücke bei der IKB bekanntgeworden.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Streit um IKB-Sanierung zwischen KfW und Finanzminister

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