Dabei sollten die als ausfallgefährdet eingestuften Wertpapiere in Höhe von drei Mrd. Euro als sogenannte "Bad Bank" getrennt vom Kerngeschäft abgestoßen werden. Ein noch einmal ähnlich hoher Betrag an strukturierten Wertpapieren in der IKB
-Bilanz gilt als weniger ausfallgefährdet. Ob diese der Bad Bank oder dem Kerngeschäft zugeschlagen werden sollen, ist unklar.
Für die Bad Bank hatten Finanzkreisen zufolge unter anderem die Goldman
Sachs-Tochter Archon Capital, Lone Star sowie Cerberus ihren Hut in den Ring geworfen. Seit diesem Montag haben die Bieter vertieften Einblick in die Bücher der IKB.
Quartalszahlen hat die Bank aber seit April letzten Jahres nicht mehr vorgelegt, weil sie zunächst ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2006/07 (zum 31. März) berichtigt hatte. Viele Banken wie Commerzbank
oder DZ Bank haben bereits erklärt, nicht an einem Einstieg bei der IKB
interessiert zu sein.
Die Ratingagentur Moody's warnte am Mittwoch, die Unterstützung für die IKB,
die bisher gewährt worden sei, könnte nicht ausreichen, damit die KfW ihren Anteil an der IKB
verkaufen kann. "Ich bin durchaus besorgt mit Blick auf die hochvolatilen Märkte derzeit", sagte Analystin Katharina Barten. Am kommenden Donnerstag findet die Hauptversammlung der IKB
statt. Unter anderem wird es dort um die Frage gehen, ob der Aufsichtsrat entlastet wird oder nicht.

