3 Bewertungen ****
03.07.2008 
Mittelstandsbank

IKB-Verlust geringer als angekündigt

Der Verlust der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB ist im Geschäftsjahr 2007/08 (31. März 2008) wegen eines positiven Steuereffekts geringer als angekündigt ausgefallen.

Nach Angaben der IKB befindet sich der Bieterprozess in einer entscheidenden Phase. Foto: dpa Lupe

Nach Angaben der IKB befindet sich der Bieterprozess in einer entscheidenden Phase. Foto: dpa

HB. BERLIN. Der Verlust des Konzerns habe nach Steuern 24 Millionen Euro betragen, teilte die Bank in der Nacht zu Donnerstag in Düsseldorf mit. Ende April hatte der Vorstand der Bank ein Minus von 200 Millionen Euro prognostiziert. Der Unterschied sei auf eine deutlich geringere Steuerlast zurückzuführen, hieß es. Die vorläufigen Zahlen bedürften noch der Testierung durch den Abschlussprüfer und der Feststellung durch den Aufsichtsrat der IKB.

Ohne die Übernahme von Risiken seitens des Bundes hätte die Bank einen Verlust in Milliardenhöhe erzielt. Das Düsseldorfer Institut hatte sich in großem Stil am US-Hypothekenmarkt verspekuliert und war im Sommer 2007 vor dem Aus gestanden. Die KfW als Hauptaktionärin, der Bund und andere Banken mussten das Institut mit insgesamt rund 8,5 Milliarden Euro stützen. Die KfW will nun ihre rund 45-prozentige Beteiligung verkaufen. Der noch laufende Bieterprozess für die Bank befindet sich nach deren Angaben in der entscheidenden Phase.

Nach Einschätzung der Bank wird das Geschäftsjahr 2008/09 noch erheblich durch die Folgewirkungen der Krise, insbesondere die Einschränkung des Neugeschäftes seit August 2007, die stark gestiegenen Refinanzierungskosten und hohe Beraterkosten beeinträchtigt sein. Die Bank werde nach Abschluss der Restrukturierung voraussichtlich eine deutlich andere Ertragsstruktur und ein insgesamt niedrigeres Ertragsniveau haben. Mittelfristiges Ziel sei die Erreichung einer angemessenen Rendite aus dem operativen Geschäft auf das eingesetzte Kapital. Von großer Bedeutung für die Zukunft der Bank werde der Ausgang des Verkaufsprozesses sein.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

In Spanien beginnt das große Maklersterben  Artikel in Merkliste

02.09.2008

Die Nachfrage nach Wohnraum stagniert, das Überangebot drückt auf die Preise: Rund 500 000 Wohnungen sollen in Spanien leerstehen. Der Einbruch der Wohnungsverkäufe führt zu Massenschließungen bei den Vermittlern – Internationale Häuser verlassen das Land. Artikel


Anzeige