Immobilienkrise: Spaniens Großbanken büßen an Gewinn ein

Immobilienkrise
Spaniens Großbanken büßen an Gewinn ein

Die spanischen Geldinstitute haben 2012 kräftige Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Allein der Überschuss der Großbank Santander ging um mehr als die Hälfte zurück. Grund dafür sind Rücklagen für mögliche Kreditausfälle.
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MadridSpaniens Großbanken leiden weiterhin unter den Folgen der Immobilienkrise. Die vier großen privaten Geldhäuser Santander, BBVA, CaixaBank und Banco Popular erlitten im vorigen Jahr kräftige Gewinneinbußen, weil sie Rücklagen für mögliche Kreditausfälle im Immobiliensektor schaffen mussten.

Die zweitgrößte Bank BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) erzielte 2012 einen Gewinn von 1,68 Milliarden Euro, 44 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Unternehmen am Freitag der Madrider Börsenaufsicht CNMV mitteilte, hätte das Geldhaus ohne die Rücklagen einen Gewinn von 4,4 Milliarden erzielt, was im Vergleich zu 2011 einem Rückgang um lediglich 2,2 Prozent entsprochen hätte.

Noch kräftiger fiel der Gewinneinbruch bei der CaixaBank aus. Die aus der Sparkassenkette La Caixa hervorgegangene Bank kam 2012 auf einen Gewinn von 230 Millionen Euro, 78 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie aus der am Freitag vorgelegten Jahresbilanz hervorgeht, musste die CaixaBank 10,3 Milliarden Euro zur Risiko-Absicherung im Immobiliensektor zurücklegen, viermal so viel wie 2011.

Banco Popular schrieb mit einem Verlust von 2,5 Milliarden Euro gar rote Zahlen. Ohne die erforderlichen Rücklagen hätte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Gewinn von 0,5 Milliarden Euro erzielt. Bei der Großbank Santander, die ihre Bilanz bereits am Donnerstag vorgelegt hatte, schrumpfte der Überschuss 2012 um mehr als die Hälfte auf 2,2 Milliarden Euro.

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