Insider: Deutsche Bank will Geldverwaltung der Reichen bündeln

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Deutsche Bank will Geldverwaltung der Reichen bündeln

Die Deutsche Bank will Insidern zufolge die Oppenheim Vermögenstreuhand (OVT) und die Wilhelm von Finck zusammenführen. Dadurch soll ein Marktführer für reiche Privatkunden entstehen. Ein Stellenabbau sei nicht geplant.
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FrankfurtDie Deutsche Bank treibt die Neuaufstellung ihrer Vermögensverwaltung und die Integration der Tochter Sal. Oppenheim voran. Nach Angaben aus Finanzkreisen soll die Oppenheim Vermögenstreuhand (OVT) mit der Wilhelm von Finck Deutsche Family Office verschmolzen werden. Dadurch könnte ein Marktführer für die Verwaltung von sehr großen Privat- und Firmenvermögen (Family Offices) entstehen, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. „Es geht darum, den Markt neu aufzurollen. Beide Häuser ergänzen sich sehr gut.“ Die Gespräche liefen seit dem vergangenen Jahr, eine Entscheidung werde bis zum Sommer erwartet.

Die Kölner OVT ist spezialisiert auf die Steuerung illiquider Vermögen und übernimmt etwa die Finanzbuchhaltung. Die Wilhelm von Finck Deutsche Family Office ist dagegen eher als klassischer Vermögensverwalter unterwegs. Zusammen könnten sie Dienstleistungen von einer Plattform anbieten. Beide Firmen beschäftigen jeweils etwa 50 Mitarbeiter. Ein Stellenabbau ist im Zuge des Zusammengehens nicht geplant, wie aus den Kreisen verlautete.

Sal. Oppenheim bestätigte, dass Möglichkeiten einer Zusammenführung geprüft würden. Zu Details wollte sich eine Sprecherin aber nicht äußern. Über die Pläne hatte zuvor auch die Zeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe) berichtet.

Die Deutsche Bank baut ihre Vermögensverwaltung seit dem Antritt der neuen Vorstandschefs im Juni komplett um. Das Geschäft mit privaten und institutionellen Kunden wurde zum neuen Bereich Asset and Wealth Management zusammengelegt. Die Privatbank Sal. Oppenheim, die sich um die sehr vermögenden Privatkunden kümmert, wirft der Mutter allerdings noch nicht genug Gewinn ab - hier steht deshalb insgesamt ein größerer Jobabbau an. Finanzkreisen zufolge wackeln knapp 500 der zuletzt noch 930 Stellen. Die Verhandlungen darüber sollen in Kürze beginnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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