Interne Kreise: Deutsche Bank entlässt Händler in London

Interne KreiseDeutsche Bank entlässt Händler in London

Nun kommt es offenbar zu konkreten Entlassungen: 10 bis 12 Energiehändler sollen in London entlassen werden. Die Deutsche Bank fährt ihren Handel an physischen Energiemärkten zurück.
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LondonDeutsche Bank hat zehn bis zwölf Strom- und Erdgashändler in London entlassen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Der Schritt kommt im Rahmen des Abbaus von Händlern physischer Rohstoffe.

Mindestens zwei Händler sind noch dabei, Positionen aufzulösen, während Europas größte Bank den Handel an den physischen Energiemärkten zurückschraubt, wie die Personen sagten, die nicht genannt werden wollten. Nick Bone, Unternehmenssprecher in London, wollte sich gestern nicht äußern.

Die Frankfurter Bank folgt damit JPMorgan Chase & Co. sowie der Bank of America Corp. in dem Schritt, Rohstoffhandelsbereiche zu schließen, da die Bestimmungen in Europa und den USA nach der Finanzkrise strenger werden. Deutsche Bank hat auch die Anzahl ihrer US-Gas- und Stromhändler reduziert, wie eine Person im Dezember gesagt hatte.

Die Londoner Händler haben Deutsche Bank Anfang Dezember verlassen, sagten die Personen. Die Bank bietet weiterhin Rohstoffderivate und Clearingdienstleistungen in Frankfurt an, wie aus einer Broschüre hervorgeht, die am 6. Februar bei einer Konferenz in Essen erhältlich war.

Das Finanzinstitut hat im vierten Quartal einen Verlust von 2,17 Mrd. Euro verzeichnet, nach einem Gewinn von 147 Mio. Euro im Vorjahr.

Quartalszahlen

Ergebnisse der Deutschen Bank (nach Steuern)

in Milliarden Euro


Im Januar hatte Deutsche Bank Louise Kitchen und Richard Jefferson zu Co-Leitern des Bereichs Rohstoffe ernannt. Beide haben ihren Sitz in London. Sie ersetzen David Silbert. Deutsche Bank war seit mindestens 2003 am europäischen Strom- und Gasmarkt aktiv.


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