Italienische Krisenbank: Monte-Paschi-Stiftung veräußert Aktien

Italienische Krisenbank
Monte-Paschi-Stiftung veräußert Aktien

Die italienische Krisenbank verliert mit der gleichnamigen Stiftung ihren Hauptaktionär. Die gemeinnützige Organisation verkaufte 6,5 Prozent der Aktien. Sie hält zwar noch 5,4 Prozent, will sich aber weiter zurückziehen.
  • 0

MailandDer ehemalige Hauptaktionär von Monte Paschi zieht sich bei der italienischen Krisenbank weiter zurück. Die Stiftung des Geldhauses aus der Toskana teilte am Montag mit, sich von 6,5 Prozent der Aktien getrennt zu haben. Ein Paket von 4,5 Prozent sei dabei an den US-Investmentfonds Fintech Advisory gegangen. Zwei Prozent habe BTG Pactual Europe erworben, eine Tochter der brasilianischen Investmentbank.

Die beiden neuen Aktionäre sollen zusammen mit der Stiftung auch nach der für Ende Mai geplanten, drei Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Traditionsbank eine Beteiligung von neun Prozent an Monte Paschi halten. Die Stiftung, die gemeinnützig ist und enge politische Verbindungen mit der Stadt Siena pflegt, hält nach den jüngsten Transaktionen noch 5,4 Prozent. In den vergangenen zwei Wochen hat sie in etwa ein Viertel der Bank veräußert.

Italien hatte die drittgrößte Bank des Landes im vergangenen Jahr mit einer Geldspritze von 4,1 Milliarden Euro gestützt. Am Montag legten Monte-Paschi-Aktien um mehr als zehn Prozent auf 28 Cent zu. Fintech und BTG zahlten laut Stiftung jeweils 23,75 Cent je Anteilsschein.

Die Transaktion zeigt das mittlerweile wieder größere Interesse ausländischer Investoren in Italien. Das Land kämpft sich gerade mühsam aus der jahrelangen Rezession heraus. Medienberichten zufolgen könnten ausländische Anleger auch bei der Kapitalerhöhung der Banco Popolare Aktien zeichnen, was den Kurs der Bank um fast neun Prozent in die Höhe trieb.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Italienische Krisenbank: Monte-Paschi-Stiftung veräußert Aktien"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%