Jahresergebnis: HSH Nordbank macht sich fit für die Börse

Jahresergebnis
HSH Nordbank macht sich fit für die Börse

Die HSH Nordbank will 2007 alle Voraussetzungen für einen möglichen Börsengang erfüllen und das Schifffahrts- und Transportgeschäft weiter ausbauen. Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich der nach eigenen Angaben weltweit führende Schiffsfinanzierer weiter auf Wachstumskurs.

HB HAMBURG. Bis Ende des Jahres wolle das Unternehmen technisch und organisatorisch börsenfähig sein, sagte Vorstandschef Hans Berger am Dienstag in Hamburg. „An diesem Projekt arbeiten wir mit Hochdruck.“

Das Ergebnis sei ein Beleg für den erfolgreichen Wandel der Bank vom reinen Kreditgeber zu einem kapitalmarktorientierten Finanzdienstleister. Vor allem in den Bereichen Schifffahrt und Transport wolle das Institut seinen Spitzenplatz weiter festigen. „Wir wollen uns künftig stärker als bisher auch in der Finanzierung für Häfen und Flughäfen engagieren“, sagte Berger. Der zweite strategische Pfeiler der Bank sei die regionale Verankerung in Nordeuropa.

Im vergangenen Jahr verbesserte die Bank das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge dank eines Sondereffekts um rund 54 Prozent auf 945 (2005: 613) Mill. Euro. Um den Effekt bereinigt wuchs das Ergebnis um elf Prozent. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 15 Prozent auf 460 Mill. Euro. Die Bank erreichte ihr Ziel, eine Eigenkapitalrendite in Höhe von 15 Prozent vor Steuern zu erwirtschaften. Im laufenden Geschäftsjahr will die HSH Nordbank AG ihre Rendite weiter steigern. „Wir wollen eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 15,5 Prozent und sind optimistisch, das auch zu schaffen“, sagte Berger. Ursache für die höheren Erträge sei vor allem der um 35 Prozent gestiegene Provisionsüberschuss.

Die HSH Nordbank hatte sich im vergangenen Jahr als erste Landesbank für private Kapitaleigner geöffnet und strebt mittelfristig an die Börse. Einen Zeitpunkt für einen Börsengang nannte Berger aber nicht. Dies sei eine Entscheidung der Eigentümer. Die Bank gehört den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, dem schleswig-holsteinischen Sparkassenverband und einer Gruppe von sieben privaten Investoren. Einen Zusammenhang zwischen einem möglichen Börsengang und dem Bieterwettbewerb um die Berliner Landesbank gebe es nicht. Zu Fortschritten im Ringen um die Berliner Landesbank macht Berger keine Angaben, alle Seiten hätten sich zur Verschwiegenheit verpflichtet.

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