KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier begründete ihren Rücktritt gestern mit ihrer angeschlagenen Gesundheit – mit verursacht durch die Belastungen, die die Rettung der IKB hervorrief. Doch zugleich übte sie in ihrer schriftlichen Rücktrittsbegründung heftige Kritik an den politisch Verantwortlichen:
„Das dauernde parteipolitische Trommelfeuer – Ablösung, Rücktritt, Pflichtverletzung –, obwohl die KfW und gerade ich selbst für die existenzielle Krise der IKB nicht verantwortlich waren und sind.“
„Das bewusste Verwischen von Retter und Täter. Nicht die KfW ist das Problem, sondern die IKB. Die KfW ist Teil der Lösung.“
„Die eiligen Rufe, die KfW müsse nun dem Kreditwesengesetz unterstellt werden.“
„Das Schlechtreden über den Vorstand der KfW durch manche Institution der Kreditwirtschaft, die damit von ihrer Mitverantwortung ablenken will.“
„Das Hin und Her zwischen zwei Ministerien.“
„Die gezielten Durchstechereien aus vertraulichen Sitzungen und Papieren der KfW.“
„Das offensichtliche Misstrauen von Teilen der Politik gegenüber einer starken Förderbank.“

