In Kreisen des KfW -Verwaltungsrates
wird nun auch eine Verschiebung des Verkaufs ins Gespräch gebracht. Dies könne nötig sein, weil man später möglicherweise einen besseren Preis erziele. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums sagte lediglich, dass man sich in der kommenden Woche vom Vorstand der IKB
und der KfW berichten lasse. "Erst wenn wir diese Informationen haben, können wir eine Bewertung vornehmen", betonte sie.
Das riskante Wertpapierportfolio der Mittelstandsbank in Höhe von rund drei Mrd. Euro soll unabhängig vom Kerngeschäft der IKB
an Finanzinvestoren wie etwa Lone Star verkauft werden. Für diese Papiere habe es in einer ersten Auktion aber keine attraktiven Gebote gegeben, hieß es in Finanzkreisen. "Die Preise für diesen Giftmüll sind völlig im Keller." Die IKB
erklärte dazu: "Die Absicht zur Veräußerung dieser Investments besteht weiter." Mehr als zwei Mrd. Euro davon sind bereits abgeschrieben. Wenn die Bank die riskanten Papiere loswird, erleichtert dies der KfW den Verkauf ihrer Beteiligung. Nun sei eine Verzögerung nicht auszuschließen, hieß es. Ein KfW -Sprecher
betonte aber, der Verkaufsprozess laufe planmäßig weiter.
Angesichts der neuen Abschreibungen erhöhte die IKB
auch ihre Verlustprognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr. Sie rechnet nun mit einem Fehlbetrag von 800 Mill. Euro, zuletzt hatte sie 550 Mill. Euro vorausgesagt. Zudem seien in den kommenden Geschäftsjahren keine oder nur geringe Überschüsse zu erwarten. Grund hierfür sind die Ansprüche der KfW aus ihren beiden jüngsten Geldspritzen von zusammen 1,05 Mrd. Euro, die als vorrangig zu bedienende Darlehen an die IKB
fließen.
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