Eine Tochter des US-Beteiligungsunternehmens Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) hat sich mit Verlust von etwa der Hälfte ihrer Hypothekenkredite getrennt. Und es wird vor weiteren Belastungen gewarnt.
HB NEW YORK. Durch den Verkauf entstehe zunächst unter dem Strich ein Minus von 40 Mill. Dollar, teilte die Immobilien-Investmentfirma KKR Financial Holdings am Mittwoch mit. In der Mitteilung war von noch nie da gewesenen Verwerfungen am US-Hypothekenmarkt die Rede. Daher seien auch weitere Verluste von 200 Mill. Dollar denkbar. Der Aktienkurs der Firma fiel in der Spitze um bis zu 36 Prozent, erholte sich dann etwas.
Nach dem Verkauf von Hypothekenkrediten im Wert von 5,1 Mrd. Dollar habe KKR Financial noch entsprechende Baufinanzierungen in Höhe von 5,8 Mrd. Dollar im Portfolio. Derzeit werde mit Investoren gesprochen, wie möglichen Finanzierungsproblemen angesichts der steigenden Zahl von Kredit-Ausfällen entgegengetreten werden könne.
Die Kredite werden über Wertpapiere, die mit Forderungen aus diesen Darlehen besichert sind, weiterverkauft. Wegen der rasant gestiegenen Zahl an Zahlungsausfällen bei Baufinanzierungen in den USA haben sich weltweit viele Anleger in den vergangenen Wochen panikartig aus diesen Papieren zurückgezogen. Dies führte bei vielen Fonds, die darin investiert hatten, zu massiven Wertverlusten und zwang sie dazu, Auszahlungen zu stoppen. Weltweit stieg die Angst vor einer Ausweitung der Krise auf den gesamten Kreditmarkt. Entsprechende Befürchtungen belasteten auch die Aktienmärkte und veranlassten wiederum Zentralbanken rund um den Globus zu milliardenschweren Finanzspritzen in das Bankensystem.

