Die Kölnische Rück Gruppe hat den Jahresüberschuss vor Steuern von 324,4 auf 438 Mill. Euro gesteigert und eine Eigenkapitalrendite von 17,6 Prozent erzielt. Dies sagte Vorstandschef Peter Lütke-Bornefeld am Mittwochabend vor Journalisten in Köln.
HB KÖLN. Die Kölnische Rück Gruppe konnte 2005 die Früchte ihrer Neuausrichtung ernten. Das Unternehmen habe den Jahresüberschuss vor Steuern von 324,4 auf 438 Mill. Euro gesteigert und eine Eigenkapitalrendite von 17,6 Prozent erzielt, sagte Vorstandschef Peter Lütke-Bornefeld am Mittwochabend vor Journalisten in Köln.
Seit fünf Jahren verfolgt das Management nun eine strikte Zeichnungspolitik bei den Erstversicherungskunden. Nun konnte der Rückversicherer wie angestrebt sowohl im Leben- und Krankenversicherungsgeschäft als auch in der Schaden- und Unfallversicherung ein positives versicherungstechnisches Ergebnis erreichen. Somit verblieb nach dem Abzug von Schäden und Kosten von der Prämie bereits ein Gewinn. Hinzu kommen die Erträge aus der konservativ angelegten Kapitalanlage von 298,3 Mill. Euro.
Die Kölner profitierten von ihrer Abstinenz im US-Katastrophengeschäft. Anders als ihre europäischen Hauptkonkurrenten Münchener Rück oder Swiss Re waren sie nicht von der Hurrikanserie in den USA betroffen. Auch sonst verzeichnete das Unternehmen kaum Schäden. Aufgrund ihrer Geschäftspolitik verloren die Kölner Erstversicherungskunden, die sich günstigere Gesellschaften suchten. So sanken die Prämien im Schaden- und Unfallgeschäft um gut zehn Prozent. Für das laufende Jahr erwartet Lütke-Bornefeld hier eine Stabilisierung.
Das Ergebnis soll in die Rücklagen des Unternehmens fließen. So wollen die Kölner ihre eigene Solvabilität stärken. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Berkshire-Gruppe hat die Gen Re als einziger großer Rückversicherer noch ein Triple A von Standard & Poors. Allein kämen die Kölner laut Lütke-Bornefeld auf ein AA. Von den Aktien der Kölnischen Rück sind 8,8 Prozent im Streubesitz, die restlichen 91,2 Prozent liegen bei der Gen Re. cd

