Kosteneinsparung bei Großbank: Credit Suisse lagert aus

Kosteneinsparung bei Großbank
Credit Suisse lagert aus

Die Schweizer Großbank Credit Suisse steht kurz davor, ihre gesamte Telekommunikationstechnik auszulagern. Nach Medienberichten übernimmt die britische BT-Gruppe voraussichtlich die gesamte Telekommunikation der Bank. Auch Arbeitsplätze sollen verschoben werden.

oli ZÜRICH.Nach Informationen der britischen „Financial Times“ soll es sich dabei um einen Auftrag im Wert von rund 900 Mill. Euro handeln, der mit einer Laufzeit von sieben Jahren an die britische BT-Gruppe vergeben wird. Die beteiligten Unternehmen wollten diese Meldung gestern nicht kommentieren.

BT betreibt gemeinsam mit der Schweizer Swisscom die Firma BT Infonet Switzerland, die global agierenden Firmen mit Hauptsitz in der Schweiz Telekommunikationslösungen anbietet und sie betreibt. Die Swisscom hat bereits in den vergangenen Jahren mehrere Aufträge von der Credit Suisse erhalten, so etwa 2004 über die Ausrüstung und Vernetzung von rund 30 000 Computerarbeitsplätzen.

Für die Credit Suisse dürfte es bei der Auslagerung vor allem darum gehen, Kosten zu sparen. Sie liegt mit einer Einkommens-/Kostenrate von 72 Prozent derzeit noch deutlich über den Werten, die vergleichbare Konkurrenten erzielen. Beim jüngsten Investorentag hatte das Management angekündigt, die Kosten im Konzern um 2,5 Mrd. Franken (knapp 1,6 Mrd. Euro) senken zu wollen.

Die Auslagerung der gesamten Telekommunikation, mit der auch die Verlagerung zahlreicher Stellen hin zu BT bzw. Swisscom verbunden sein wird, dürfte einen Großteil zu der angepeilten Sparsumme beitragen. Möglich wird sie durch die so genannte „Eine-Bank-Strategie“, die alle Teile des Konzerns eng miteinander verknüpft. Ganz unproblematisch wird das Vorhaben voraussichtlich nicht über die Bühne gehen: Einerseits dürfen empfindliche Daten nicht in die Hände Dritter gelangen. Andererseits dürfte die Verlagerung von Jobs auf Proteste stoßen.

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