Die Ratingagentur Standard & Poor?s (S&P) schätzt, dass die Verluste aus dem Hypothekengeschäft vermutlich 20 Prozent höher ausfallen werden, als die Branche kalkuliert hat. Die Bonitätsprüfer haben deshalb die Monoliner ultimativ aufgefordert, ihre Kapitalbasis zu stärken. Andernfalls würden sie ihre erstklassige Bonität verlieren.
Dieses Schicksal hat bereits den kleineren Anbieter ACA Capital ereilt. Seine Bonität wurde von S&P im vergangenen Jahr auf "Ramsch"-Niveau herabgestuft. ACA war daraufhin nicht mehr in der Lage, für seine Versicherungen geradezustehen. Gelingt es der Firma nicht, in letzter Minute einen Zahlungsaufschub zu erreichen, steht sie vor der Pleite.
Auch MBIA
und Ambac sind stark angeschlagen. "Ohne eine deutliche Kapitalstärkung ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis S&P und Moody?s gegen MBIA
und Ambac vorgehen", sagte John Tierney, Marktstratege bei der Deutschen Bank
in New York. Ambac müsse entweder das Geschäft aufgeben oder sich zum Verkauf stellen, sagte Robert Haines, Analyst beim Marktforscher Creditsights, nach der Herabstufung durch Fitch.
Gekommen war es dazu, weil Ambac sich nach massiven Kursverlusten an der Börse geweigert hatte, eine Kapitalerhöhung von einer Mrd. Dollar durchzuführen. An den Kreditmärkten ist die Wahrscheinlichkeit auf mehr als 70 Prozent gestiegen, dass Ambac und MBIA
ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen können.

