Krisen-Institut: Griechenland will Hellenic Postbank in zwei Teile spalten

Krisen-InstitutGriechenland will Hellenic Postbank in zwei Teile spalten

Das griechische Finanzministerium will die angeschlagene Hellenic Postbank aufteilen. Während der nicht überlebensfähige Teil abgewickelt werden soll, soll der gesunde Teil in ein neues Institut münden.
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AthenDie marode griechische Hellenic Postbank wird nach dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Investoren aufgespaltet. Das Finanzministerium in Athen teilte am Freitag mit, dass der nichtüberlebensfähige Teil des Kreditinstituts abgewickelt werden solle. Die gesamten Einlagen und die gesunden Geschäftsbereiche sollen indes in einem neuen Institut aufgehen. Das Geldhaus, das vom heimischen Finanzstabilitätsfonds (HFSF) rekapitalisiert wurde, solle später veräußert werden. Eigentlich sollte die Bank wie von den internationalen Geldgebern aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und Europäischer Union (EU) gefordert, privatisiert werden. Griechenland muss im Gegenzug für die internationalen Hilfsgelder Staatsbeteiligungen an Unternehmen aufgeben.

Die Hellenic Postbank befindet sich zu 44 Prozent in Staatsbesitz. In der vergangenen Woche hatten drei große griechische Banken ihr Gebot für das Kreditinstitut zurückgezogen. Zu den Interessenten zählten Alpha Bank, Eurobank und National Bank. Angesichts der Zunahme an faulen Krediten und hoher Verluste im Zuge der Wertberichtigungen auf Staatsanleihen loten griechische Banken Fusionsmöglichkeiten aus, um die verheerende Schuldenkrise des Landes zu überstehen.

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  • @HB-Redaktion
    Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, warum keine einzige andere EUROPÄISCHE Bank ein Interesse daran hat, sich bei der Postbank oder irgendeiner der anderen griechischen Banken zu engagieren??

    Bis heute gibt es z.B. keine einzige Niederlassung einer deutschen Bank im gesamten Griechenland. Warum ist das wohl so?!
    Die griechischen Banken sind nicht einfach nur pleite – es handelt sich um eine innergriechische, systemische Krise. Hinzu kommt die griechische Gesetzgebung, die die Banken vor unliebsamer Konkurrenz aus dem Ausland schützen soll…

    Liebe Redakteure des HB – bitte recherchieren Sie! Berichten Sie von den Arbeitsmethoden der griechischen Banken, dem Alltag der Kunden, der Willkür beim Kassieren von Gebühren selbst bei den EU-Überweisungen, die eigentlich umsonst sein sollen.
    Fragen Sie Ihren Herrn Höhler, ob er schon einmal ein Konto bei einer griechischen Bank unterhalten hat, ob er dieses Konto für seinen ganz normalen Alltag benutzt hat und wie es ihm damit erging!
    Ich bin ganz sicher, dass dies Ihre Leser interessiert!

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