Landesbank: BayernLB zahlt weitere Staatshilfen zurück

LandesbankBayernLB zahlt weitere Staatshilfen zurück

Es geht aufwärts mit der BayernLB: Die Umbaumaßnahmen haben sich für die Landesbank gelohnt, sodass sie ihre Staatshilfen langsam zurückzahlen kann. Ein Sorgenkind gibt es aber weiterhin – und das scheint unverkäuflich.
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FrankfurtDie Bayerische Landesbank kommt mit ihrem Umbau gut voran und zahlt deshalb vorzeitig weitere Staatshilfen zurück. Das Institut werde am Freitag 451 Millionen Euro an den Freistaat überweisen, kündigte Bankchef Gerd Häusler an. „Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die neue BayernLB sich auf einem guten Weg befindet.“ Im vergangenen Jahr habe das Institut mehr Gewinn eingefahren als 2011 und könne sich die Rückzahlung aufgrund ihrer soliden Eigenkapitalausstattung leisten.

Die BayernLB war in der Finanzkrise mit einer staatlichen Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro vor der Pleite gerettet worden und muss auf Druck der EU-Kommission bis 2019 fünf Milliarden Euro an den Freistaat zurückzahlen. Im November hat die zweitgrößte deutsche Landesbank bereits 350 Millionen Euro abgestottert, insgesamt summieren sich die Rückzahlungen damit nun auf gut 800 Millionen Euro. „Das ist eine erfreuliche Nachricht für den Freistaat“, sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). „Bayern setzt damit ein eindrucksvolles Signal für die gesamte Bankenlandschaft.“

Die BayernLB konzentriert sich seit der Beinahepleite 2008 wieder auf Geschäfte mit Unternehmen, Sparkassen und Privatkunden, schwerpunktmäßig in Bayern. 2012 zahlte sich die Neuausrichtung für die Bank aus. Der Vorsteuergewinn habe über dem Vorjahreswert von 334 Millionen Euro gelegen, erklärte das Münchner Institut. Die Kernkapitalquote, die gemäß der Definition der europäischen Bankenaufsicht EBA Ende September bei 10,9 Prozent lag, sei weiter gestiegen.

Auch die von der EU geforderte Trennung von Beteiligungen treibt die BayernLB mit Hochdruck voran: Mitte Januar schlug das Institut ein Aktienpaket an der Lufthansa mit Gewinn los, bis April soll der milliardenschwere Verkauf der Wohnungsgesellschaft GBW durch sein. Kürzlich gab die BayernLB zudem den Startschuss für die Veräußerung der Luxemburger Tochter LBLux, die sich um vermögende Privatkunden und Firmen in den Benelux-Staaten kümmert. Bereits vor einiger Zeit hat die BayernLB die Bayerische Landesbausparkasse und die Tochter DKB Immobilien losgeschlagen. Deutlich schwieriger wird es, die defizitäre ungarische Tochter MKB loszuwerden. Sie ist aus Sicht von Branchenexperten derzeit unverkäuflich.

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  • Und wieviel Zinsen hat die LB an den Freistaat gezahlt ???
    M.W. bisher null. Das heißt, die Nettokapitalrückfuhr tendiert gegen null. Bitte mal genau recherchieren, liebes Habla. Nicht jede Pressemitteilung einfach abdrucken.

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