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10.08.2006 
Personalabbau und neuer Name

Lone Star verkleinert AHBR

von Rolf Benders

Die Immobilienbank Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) wird in ihrer bisherigen Form von der Bildfläche verschwinden. Nach dem Willen ihres Eigners, des US-Investors Lone Star, wird von der 2005 faktisch zusammengebrochenen Bank nicht einmal der Name übrig bleiben.

FRANKFURT. „Wir wollen uns von der Bank in der heutigen Form und ihrem Image völlig trennen“, sagte AHBR-Chef Karsten von Köller im Gespräch mit dem Handelsblatt. Übrig bleiben solle eine Art Unternehmensberatung mit Banklizenz, die sich auf das Investment-Banking und gewerbliche Immobilien konzentriert. Auch der Stammsitz im noblen Frankfurter Westend werde zu Gunsten von zwei, drei modernen Büroetagen geräumt, sagte von Köller, der Deutschland-Chef von Lone Star ist. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis 2008 von ehemals über 500 auf 150 sinken.

Die AHBR hatte sich 2001 mit Zinsderivaten derart verspekuliert, dass sie im vergangenen Jahr vor dem Bankrott stand. Mit Hilfe der Aufsichtsbehörde BaFin wurde sie stabilisiert. Lone Star erhielt die Bank dann inklusive einer Mitgift von 871 Mill. Euro von den Gewerkschaften, den damaligen Eigentümern. So sollte ein Crash vermieden werden.

Lone Star ist unter anderem auf die Restrukturierung von Banken spezialisiert, die dann weiter verkauft werden. Bei AHBR schließt von Köller einen Börsengang in drei bis vier Jahren nicht aus.

In diesem Jahr hat AHBR praktisch kein Neugeschäft gemacht. Dies werde sich erst ändern, wenn im Oktober zur Branchenmesse Expo Real der neue Name und der neue Vorstand präsentiert worden seien, sagte von Köller. Er sucht einen Chef und Kreditvorstand und wird sich selbst zurückziehen. Für 2007 erwartet er ein Neugeschäft von 1,5 Mrd. Euro und einen kleinen Gewinn. 2005 lag der Verlust bei 1,1 Mrd. Euro, im ersten Halbjahr dieses Jahres bei 262 Mill. Euro.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Flucht in die Nische.

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