Die wieder aufkeimenden Ängste vor der Kreditkrise zwangen die US-Zentralbank in dieser Woche erneut, massiv Liquidität in den Geldmarkt zu pumpen. Seit Montag hat die Fed den Geldinstituten insgesamt 25,5 Mrd. Dollar zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die Notenbank will auf diesem Weg sicherstellen, dass der Markt, an dem sich Banken kurzfristig Geld leihen, nicht austrocknet.
Im September hatte die Fed zum ersten Mal seit vier Jahren den Leitzins gesenkt, um zu verhindern, dass sich die Turbulenzen auf dem Hypothekenmarkt zu einer Liquiditätskrise ausweiten und auf die Realwirtschaft durchschlagen. Analysten und Banker rechnen mittlerweile mit weiteren Zinssenkungen.
Krise und kein Ende
Massive Verluste: Die große Kreditkrise am internationalen Kapitalmarkt zwingt die Banken zu milliardenschweren Abschreibungen. Finanzexperten schätzen den Gesamtschaden allein am US-Markt auf 100 bis 150 Mrd. Dollar.
Entlassungen: Nach Jahren des Booms müssen sich immer mehr erfolgsverwöhnte Banker sorgen um ihren Job machen. In der City von London rechnen Experten für das kommende Jahr mit 6 000 Arbeitsplätzen weniger. Noch drastischer könnte der Abbau in den USA ausfallen. Allein die Bank of America
will 3 000 Stellen streichen.
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