Massenhafte Stellenstreichungen: Mitarbeiter leiden unter Zukauf von Swiss Re

Massenhafte Stellenstreichungen
Mitarbeiter leiden unter Zukauf von Swiss Re

Der Rückversicherer Swiss Re wird in den nächsten zwei Jahren bis zu 1700 Arbeitsplätze abbauen. Die Schweizer warten nur darauf, dass die Übernahme von General Electric Insurance Solutions (GEIS) abgeschlossen worden ist.

HB HAMBURG. „Wir erwarten, dass rund 10 bis 15 Prozent der Gesamtbelegschaft in den nächsten zwei Jahren durch Synergieeffekte wegfallen“, sagte Konzernchef Jacques Aigrain der „Financial Times Deutschland“ in der Dienstagausgabe. Er wolle über Synergieeffekte 300 Mill. Dollar im Jahr sparen. Swiss Re hat derzeit 9000 Beschäftigte, GEIS 2500.

Bisher war das Schweizer Unternehmen mit 25,8 Mrd. Dollar Jahresprämie die Nummer zwei hinter der Münchener Rück mit 28,9 Mrd. Dollar. Für 7,6 Mrd. Dollar übernimmt Swiss Re jetzt GEIS, die auf 6,2 Mrd. Dollar kommt, und wird damit Weltmarktführer. Im Gegenzug beteiligt sich General Electric mit 10 bis 13 Prozent an den Eidgenossen.

Nach Abschluss der Transaktion werde Swiss Re basierend auf den Zahlen aus dem Jahr 2004 über Einnahmen von 46 Mrd. Franken (rund 30 Mrd. Euro) und ein Anlagevermögen von 265 Mrd. Franken verfügen. Damit übertrumpfen die Schweizer die Münchener Rück. Diese hatte im Jahr 2004 im reinen Rückversicherungsgeschäft Bruttobeiträge von 22,4 Mrd. Euro eingenommen. Dem gesamten Münchener Konzern - vor allem inklusive der Erstversicherungstochter Ergo - sind die Schweizer aber weiter unterlegen. Hier haben die Deutschen Einnahmen von 38,1 Mrd. Euro verbucht.

General Electric hatte vor zwei Jahren angekündigt, sein Rückversicherungsgeschäft verkleinern zu wollen. GE Insurance Solutions ist in 22 Ländern aktiv. Das US-Leben- und Krankenversicherungsgeschäft von GE mit Endkunden war beim Verkauf der Rückversicherungssparte an Swiss Re ausgeklammert worden.

Das Geschäft soll ab Anfang 2007 zum Gewinn beitragen, teilte Swiss Re bei Bekanntgabe des Zukaufs im November mit. Für GE soll sich das Geschäft noch schneller lohnen: Das Unternehmen teilte mit, 2006 werde der Gewinn je Anteilschein ohne das Versicherungsgeschäft voraussichtlich in der Spanne zwischen 1,92 und 2,02 Dollar liegen. Dies sei eine Steigerung von 12 bis 17 Prozent ausgehend von der gegenwärtigen Prognose für 2005. Bislang hatte der Konzern ein Wachstum von 10 bis 15 Prozent angepeilt. An die Aktionäre sollten zudem nun mit 0,25 Dollar je Aktie 14 Prozent mehr ausgeschüttet. Ferner kündigte GE an, sein Aktienrückkaufprogramm auf 25 Mrd. Dollar von bisher 15 Mrd. Dollar bis 2008 anzuheben.

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