Medienbericht: Derivateportfolio der Deutschen Bank steht zum Verkauf

Medienbericht
Derivateportfolio der Deutschen Bank steht zum Verkauf

Die Deutsche Bank will offenbar Restbestände eines Derivateportfolios loswerden und weckt damit das Interesse namhafter Investoren. Genau jene Reste stehen allerdings im Zentrum angeblicher Bilanztricks.
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BerlinDie Deutsche Bank steht einem Medienbericht zufolge vor dem Verkauf eines milliardenschweren Derivateportfolios. Für die Restbestände der Wertpapiere, die im Zentrum angeblicher Bilanztricks standen, gebe es ein reges Interesse von mehreren namhaften Investoren, berichtet die „Welt“ (Donnerstagausgabe) vorab unter Berufung auf Finanzkreise.

Die Deutsche Bank stehe einem Verkauf des Pakets durchaus aufgeschlossen gegenüber – zumal sie nach Einschätzung von Marktteilnehmern auf einen Preis oberhalb ihrer Buchwerte hoffen könne.

Ein Deal sei allerdings frühestens Anfang 2013 denkbar, da die meisten Investoren ihre Bücher für dieses Jahr praktisch schon geschlossen hätten.

In den vergangenen Jahren war die zeitweise bis zu 130 Milliarden Euro schwere Bilanzposition bereits geschrumpft, teils weil die Papiere ausliefen, teils weil die Bank sie gezielt abbaute. Verblieben sind dem Blatt zufolge Bestände im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich. Die Deutsche Bank wollte sich dem Bericht zufolge zu den Verkaufsgerüchten nicht äußern.

Die Vorwürfe der Bilanztrickserei hat die Bank auf Basis erster interner Untersuchungen zurückgewiesen. Sie gehen auf die ersten Jahre der Finanzkrise zurück: Ehemalige Mitarbeiter beschuldigen das Institut, damals Milliarden an Buchverlusten nicht ausgewiesen zu haben.

 

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