Noch exklusiver als im Four Seasons geht es in den privaten New Yorker Clubs zu. Dort öffnet selbst das dickste Portemonnaie keine Türen, sofern nicht ein Mitglied für den Gast bürgt. Praktisch alle Universitäten, von Harvard über Yale und Princeton bis zum übergreifenden University Club, betreiben in Midtown eigene Clubs.
Zwei der geschichtsträchtigsten Clubs gehen auf John Pierpont Morgan zurück, den Gründer des „Hauses Morgan“ – JP Morgan, Morgan Stanley und die von der Deutschen Bank übernommene Londoner Investmentbank Morgan Grenfell haben dort ihre Wurzeln. Morgan ließ für – nach heutigem Wert – 40 Millionen Dollar den Metropolitan Club bauen, dessen mit Blattgold und Stuck ausgekleideter Hauptsaal heute zu den teuersten Veranstaltungsräumen der Stadt zählt. Der segelbegeisterte Pierpont leitete außerdem wie später sein Sohn Jack Morgan als „Commodore“ den New York Yacht Club. Dessen Hauptraum erinnert mit Hunderten alter Schiffsmodelle an glorreiche Jahrzehnte, in denen die Skipper des Clubs die begehrteste Trophäe der Segelwelt, den America’s Cup verteidigten.
Nüchtern wirkt dagegen der Speisesaal im Souterrain, dessen Gestaltung an die Enge eines Segelschiffs erinnert. Dort treffen sich heute Private-Equity-Manager und Hedge-Fonds-Spekulanten, um auf den Spuren des alten Morgan die Finanzwelt neu zu ordnen.

