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18.06.2008 

Seit Anfang der Kreditkrise musste Mack auf riskante Kreditprodukte bereits rund zwölf Mrd. Dollar abschreiben. Im zweiten Quartal kamen noch einmal Kreditverluste von knapp einer Mrd. Dollar bei Hypothekenprodukten und Übernahmefinanzierungen hinzu. Anders als bei Goldman konnte Morgan die Rückschläge nicht durch ausreichend hohe Gewinne im Eigenhandel und im Investmentbanking auffangen. Die Einnahmen im Fixed-Income-Handel gingen um 85 Prozent zurück.

Der Misserfolg ist eine persönliche Niederlage für Konzernchef Mack. Seit seiner Rückkehr 2005 an die Spitze der Investmentbank, versuchte er Morgan auf mehr Risikofreude zu trimmen. Vor Augen hatte er dabei immer den Erzrivalen Goldman Sachs, der Morgan Stanley in den 90-er Jahren vom Thron an der wall Street gestoßen hatte. Das verlustreiche Engagement auf dem Subprime-Markt war Ausdruck dieser Aufholjagd. Mack muss sich jetzt fragen, wohin er die Bank steuern will.

Der Rückgriff auf das klassische Investmentbanking allein wird nicht nach Meinung von Analysten nicht reichen, um die Rendite wieder über 20 Prozent zu bringen. Zumal die Zahl der Transaktionen deutlich zurückgegangen ist. Goldman hatte bereits berichtet, dass der Auftragsbestand rückläufig sei. Der Markführer konnte immerhin noch bei der Begleitung von Aktienemissionen zulegen. Bei Morgan sind die Einnahmen im Emissionsgeschäft und bei der Beratung von Übernahmen zwischen 40 und 50 Prozent eingebrochen.

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