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06.05.2008  | Aktualisiert 06.05.2008, 16:15 Uhr 
Expansionspläne

Münchener Rück greift in Asien an

von Oliver Müller

Nach der Expansion in Indien nimmt die Tochter Ergo nun China ins Visier. Bis 2012 soll das Auslandsgeschäft ein Drittel des Umsatzes ausmachen. Auch kleinere Staaten wie Südkorea, Taiwan, Malaysia oder Vietnam geraten zunehmend ins Visier westlicher Versicherer.

Nikolaus von Bomhard will das Geschäft der Münchener Rück-Tochter Ergo in Asien ausbauen. Foto: dpaLupe

Nikolaus von Bomhard will das Geschäft der Münchener Rück-Tochter Ergo in Asien ausbauen. Foto: dpa

DELHI. Bei ihrem Vorstoß in neue Wachstumsmärkte ist die Münchener-Rück-Gruppe ein gutes Stück weitergekommen: Ihre Erstversicherungs-Tochter Ergo steigt zusammen mit der Hero Group in Indiens boomenden Lebensversicherungsmarkt ein. Damit sind die Deutschen in allen wichtigen Sparten auf dem Subkontinent vertreten.

"Als künftige Wachstumssäule hat Indien für uns herausragende Bedeutung", sagt Nikolaus von Bomhard. Der Vorstandsvorsitzende der Münchener Rück hat die Expansion zur Chefsache erklärt. Im Herbst schloss er eine Partnerschaft mit der HDFC Bank für das Sach-Geschäft. Kranken-Policen verkauft die Tochter DKV zusammen mit der Privat-Hospital-Kette Apollo schon seit einem Jahr. Ergo hält 26 Prozent an den Indien-Töchtern - mehr ist Ausländern nicht erlaubt.

Asien spielt eine wichtige Rolle beim strategischen Ziel, den Auslandsumsatz bis 2012 von 22 Prozent auf ein Drittel zu heben. Dieses Jahr will Ergo auch in China mit einer Lebensversicherung Fuß fassen. "Der Eintritt dort sieht nur auf den ersten Blick leichter aus als in Indien", sagt von Bomhard. Größere Risiken will er durch die Wahl eines kleineren Partners verringern, der Ergo mehr Kontrolle erlaubt. Voraussichtlich werde man auch nicht gleich landesweit, sondern erst in einer Provinz starten.

Neben den Riesen China und Indien hat die Gruppe Südkorea im Visier, wo sie kürzlich einen Direktversicherer kaufte. In der engeren Wahl sind zudem Taiwan, Malaysia, Vietnam, Indonesien und Thailand. "Zukäufe sind Teil unserer Strategie", erklärt Andreas Kleiner, als Vorstand von Ergo International für Asien zuständig. "Aber wir sind extrem vorsichtige Käufer", schränkt von Bomhard ein.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Indien aussichtsreicher als China?

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