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25.06.2007 
Angriff auf Allianz und Co.

Münchener Rück legt Industrieversicherung auf

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft gründet im Herbst eine neue Tochtergesellschaft für Transport-, Luftfahrt- und Gruppenunfallversicherung

dpa-afx HAMBURG. Das bestätigte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Die Gründung ist dem Bericht zufolge Teil des Programms „Changing Gear“, mit dem Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard Umsatz und Gewinn steigern will. Eine wichtige Komponente von Changing Gear ist die Stärkung des Erstversicherungsgeschäfts. Die Schlagzahl werde auch deshalb erhöht, weil der Vorstand Angriffe großer Finanzinvestoren fürchtet.

Mit dem neuen Unternehmen wende sich die Münchener Rück an Endkunden aus der deutschen Industrie und der Transportbranche. Damit gehe der zweitgrößte Rückversicherer der Welt auf direkten Konfrontationskurs zur Allianz und der Talanx-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften HDI und Gerling, die zurzeit fusioniert werden. Talanx und Allianz sind die Marktführer in der deutschen Transport- und Luftfahrtversicherung.

Bei dem neuen Unternehmen in Köln handele es sich um eine Zeichnungsagentur oder Underwriting Agency. Sie habe alle Funktionen eines Versicherers, nämlich Risiken bewerten, Prämien festlegen, Policen ausstellen und Schäden regeln. Sie wickele das Geschäft aber im Auftrag eines Versicherers ab, der das Risiko trägt. „Das kann die Münchener Rück oder eine andere Konzerngesellschaft sein“, sagte Jeworrek weiter. „Die Kontrolle über das Unternehmen liegt auf jeden in Fall bei uns in München.“ Er strebt ein Prämienvolumen von 40 bis 60 Mill. Euro pro Jahr an.

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