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14.06.2005 
Rückversicherer kann sich nach Bankenfusion auf hohen Buchgewinn freuen

Münchener Rück legt sich zum Umtauschangebot noch nicht fest

Die Münchener Rück sieht die Fusionspläne von Unicredito und Hypo-Vereinsbank positiv. „Wir begrüßen die strategische Initiative unseres Kooperationspartners HVB zu einem grenzüberschreitenden Zusammenschluss“, sagte gestern Konzernchef Nikolaus von Bomhard.

cbu MÜNCHEN. Ob der HVB-Großaktionär das Übernahmeangebot der Italiener auch annehmen wird, ließ von Bomhard aber offen. Das Angebot werde sorgfältig geprüft, hieß es lediglich. Die Rück-Aktie lag gestern leicht im Minus.

Ein Konzernsprecher fügte an, der Konzern könnte auch vor Ablauf der Angebotsfrist HVB-Aktien am Markt verkaufen. Die Münchener Rück werde mit Sicherheit einen Buchgewinn durch die Transaktion erzielen, der noch 2005 verbucht werde, sagte er. Zur Höhe wollte er aber keine Angaben machen. Die HVB-Papiere stehen zwischen 16 und 17 Euro in den Rück-Büchern. Nach den aktuellen Kursen würde das Umtauschverhältnis von Fünf zu Eins einen HVB-Kurs von knapp 20,50 Euro bedeuten. Die Münchener Rück hält etwa 135 Millionen Papiere. Nach dieser Rechnung würde der Buchgewinn bei bis zu 500 Mill. Euro liegen.

Die Münchener Rück ist derzeit mit 18,3 Prozent an der HVB beteiligt. Ursprünglich hatte der größte Rückversicherer der Welt einmal eine Sperrminorität von über 25 Prozent, um die Vertriebskooperation zwischen der Konzerntochter Ergo und HVB zu unterlegen. Viel Freude hatte der Rückversicherer bisher mit der Beteiligung aber nicht. Der Kurs rutschte ab, die Beteiligung musste abgeschrieben werden. Zudem belasteten die Milliardenverluste der HVB auch die Rück-Bilanz.

Im Frühjahr 2004 hat der Konzern bei der Kapitalerhöhung der HVB nicht mitgezogen. Der Anteil verringerte sich dadurch auf gut 18 Prozent. Von Bomhard hat bereits seit längerem angekündigt, dass die HVB-Beteiligung weiter reduziert werden soll. Sollte der Versicherer seine Beteiligung voll tauschen, würde er künftig an Unicredito mit 6,3 Prozent beteiligt sein.

Die Münchener Rück hofft auch auf eine Vertriebskooperation in Italien. Derzeit arbeitet die Großbank dort mit der Allianz-Tochter RAS, die 4,9 Prozent an Unicredito hält, erfolgreich zusammen. Unicredito lobte gestern ausdrücklich die Zusammenarbeit. Die Kooperation wurde erst im Frühjahr verlängert.

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