11 Bewertungen ****
06.08.2008 
Unternehmen hält an Dividendenhöhe fest

Münchener Rück steht zum Verbund mit Ergo

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer hat seine reduzierte Gewinnprognose von "deutlich über 2 Milliarden Euro" für 2008 bestätigt. Obwohl die Münchener Rück im zweiten Quartal 2008 in den Abwärtsstrudel der Aktienmärkte geriet.

Die Münchener Rück will ihre Dividende für 2008 trotz der Belastungen durch die Börsenschwäche und geringerer Gewinne nicht senken.Lupe

Die Münchener Rück will ihre Dividende für 2008 trotz der Belastungen durch die Börsenschwäche und geringerer Gewinne nicht senken.

HB MÜNCHEN. Die Münchener Rück will ihre Dividende für 2008 trotz der Belastungen durch die Börsenschwäche und geringerer Gewinne nicht senken. Mindestens 5,50 Euro je Aktie sollten ausgeschüttet werden, teilte der weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Mittwoch mit. Damit würde die Münchener Rück das Niveau von 2007 wieder erreichen. Insgesamt sollen bis 2010 mehr als acht Milliarden Euro in Aktienrückkäufe und Dividenden gesteckt werden. Das Programm läuft seit dem vergangenen Jahr.

Das Unternehmen wird nach Einschätzung von Vorstandschef Nikolaus von Bomhard gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen. Es gebe keinen Grund, die Strategie des weltweit zweitgrößten Rückversicherers zu ändern, sagte der Vorstandschef am Mittwoch in München. Der Verbund mit dem Düsseldorfer Erstversicherer Ergo zahle sich vor allem in der Phase schwacher Kapitalmärkte aus und stehe nicht zur Disposition.

Im zweiten Quartal 2008 geriet die Münchener Rück in den Abwärtsstrudel der Aktienmärkte. Der Überschuss brach um 47,5 Prozent auf 599 Millionen Euro ein. Hauptgrund dafür war das Ergebnis auf Kapitalanlagen, das um mehr als ein Drittel auf 1,57 Milliarden Euro einbrach.

Rückversicherer übernehmen Risiken von Erstversicherern wie der Allianz und legen ihre Beitragseinnahmen an den Kapitalmärkten an. Mit 166 Milliarden Euro ist die Münchener Rück einer der weltgrößten Anleger. Wegen der Marktschwäche dürfte in diesem Jahr nur eine Verzinsung von weniger als vier Prozent herausspringen. Der Löwenanteil der Gelder ist in festverzinsliche Wertpapiere investiert, knapp sieben Prozent stecken in Aktien.

Im Gesamtjahr rechnet der Konzern, wie er bereits im Juli überraschend mitgeteilt hatte, nur noch mit einem Überschuss von "deutlich" über zwei Milliarden Euro. Zuvor waren 3,0 bis 3,4 Milliarden Euro angepeilt worden. 2007 hatte der Rückversicherer - begünstigt von Sondereffekten - noch einen Rekordgewinn von 3,9 Milliarden Euro eingefahren.

"Im Rahmen der gesenkten Erwartungen", sagte ein Marktteilnehmer mit Blick auf die Zahlen des Unternehmens. Schaden-Kosten-Quote und Kapitalerträge seien etwas besser ausgefallen als erwartet. Damit könnte sich die Aktie noch etwas erholen, falls das "Recovery" im Dax andauere.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Zusammenlegung von Depots bringt Vorteile  Artikel in Merkliste

22.11.2008

Wer seine Bankverbindungen bei einem Anbieter bündelt, fährt bei der Einführung der Abgeltungsteuer besser. Gewinne und Verluste lassen sich so einfacher verrechnen – Anleger müssen sich zu viel gezahlte Abgeltungsteuer sonst vom Fiskus zurückholen. Artikel


Anzeige