Nach erfundenem Angriff: Provinzial-Chef arbeitet ab Montag wieder

Nach erfundenem Angriff
Provinzial-Chef arbeitet ab Montag wieder

Ulrich Rüther kehrt am Montag zurück ins Büro. Nach einer vorgetäuschten Attacke auf sich selbst musste der Provinzial-Chef wochenlang pausieren. Nun steht seinem Unternehmen möglicherweise eine Fusion bevor.
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MünsterDer nach einem erfundenen Angriff auf sich selbst wochenlang ausgefallene Vorstandschef der Provinzial Nordwest nimmt wieder seine Arbeit auf. Ulrich Rüther komme am Montag zurück ins Büro, bestätigte ein Sprecher des Versicherers am Freitag Medienberichte. Inmitten der Spekulationen um einen Verkauf der Provinzial war Rüther im Dezember in die Schlagzeilen geraten: Er hatte behauptet, er sei in der Tiefgarage des Unternehmens mit einem Schraubendreher attackiert worden. Tatsächlich hatte er sich die Verletzungen selbst zugefügt.

Begründet hatte er den Vorfall gegenüber Ermittlern mit den enormen Auswirkungen, die die Turbulenzen bei der Provinzial Nordwest auf seine Familie hätten. Medien hatten zuvor über ein Interesse des Branchenriesen Allianz an dem Sparkassenversicherer berichtet. Daraufhin waren die Provinzial-Mitarbeiter auf die Barrikaden gegangen. Nun steht eine Fusion der Versicherer Provinzial Nordwest und Rheinland im Raum. Bis Ende März soll darüber beraten werden.

Laut Medienberichten kommt der Aufsichtsrat der Provinzial-Holding am Montag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Dabei soll es um die mögliche Fusion gehen.

 

Kommentare zu "Provinzial-Chef arbeitet ab Montag wieder"

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  • @t007m

    Ich bin überzeugt, jeder hier auf handelsblatt.com würde sich gerne mit Ihnen, ob über Ihr Pseudonym »t007m« oder eines der sicherlich 100 weiteren, intellektuell duellieren ...

    Allein, Sie gehen ja ständig unbewaffnet aus dem Haus ... wie Ihr provozierender, gleichwohl anderthalb Monate verspäteter, Beitrag wieder einmal eindrucksvoll beweist.

    Und benötigen für ein einfaches Copy & Space weitere 10 Minuten Lebenszeit.

    Einen schönen Tag wünscht Ihnen
    _____________________________
    Ihr Versicherungsmaklerbureau

  • Versicherungsmaklerbüro: Sie haben keinen blassen Schimmer, der Herr hat 28000€ bezahlt gegen Einstellung des Verfahrens ( wie damals Helmut Kohl Parteispendenskandal) und gilt nicht vorbestraft.

  • Sie haben keinen blassen Schimmer. Der Herr hat 28000 € gegen Einstellung des Verfahrens an gemeinnützige Einrichtungen bezahlt ( Kohl'scher Paragraph ) und gilt nicht vorbestraft!

  • @Hasslberger

    Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen bewegen wir uns hier, mit und ohne schwere Kindheit, im Bereich des § 145b StGB und Anverwandte, Freiheitsstrafe bis 3 Jahre oder Geldstrafe.

    Bei ihm wird es sicherlich noch auf eine Geldstrafe hinauslaufen.

    Allerdings dürften die Tagssätze bei seinem Einkommen als bisheriger Vorstandsvorsitzender so empfindlich ausfallen, dass er automatisch vorbestraft sein sollte.

    Und ob dann noch jemand als Vorstandsvorsitzender oder NUR-Vorstand tragbar ist sei dahingestellt.

    Ich würde ihn mir auch nicht als vorbestraften Sachbearbeiter einstellen wollen.

    Wo Fakten eine verhetzende Empfehlung darstellen, vermag ich nicht wirklich nachzuvollziehen.

    Sie werden es aber sicherlich mittels Hauspost als einer der Ersten erfahren.

    Insofern Ihnen weiterhin alles Gute und allen Anderen ein gut´s Nächtle
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    Ihr Versicherungsmaklerbureau

  • Es ist für mich ein Skandal, wenn dieser Mann im Amt bleibt! Das Vortäuschen einer Straftat ist ein schweres Delikt und sollte das sofortige Entfernen dieses Mannes aus dem Amt und aus der ganzen Branche zur Folge haben.
    Bäckereifachverkäuferinnen werden fristlos gekündigt, weil sie 1 Brötchen gegessen haben. Kassiererinnen werden gekündigt, weil sie 1 Pfandbon im Wert von wenigen Cent eingelöst haben, aber Rüther soll im Amt bleiben? Einfach unfassbar!

  • Rüther als Provinzial-Chef nicht mehr tragbar !

    Als Versicherungsnehmer mit einer Reihe von Verträgen,
    auch bei der Provinzial zweifle ich daran, ob der Herr
    Rüther, derzeit noch hochdotioerter Chef des Vorstandes
    der Provinzial-Versicherungen in Münster, diese Position
    auf Dauer behalten sollte.

    Ein Manager, der im Zusammenhang mit Spekulationen
    um den Verkauf der Versicherung mit einem erfundenen
    Angriff auf seine Person eine Straftat vortäuscht,der
    hat sich selbst disqualifiziert. Unabhängig vom Motiv
    für seine Tat.Diplomkaufmann Jürgen Kalähne

  • Ohne genauere Kenntnisse der Situation und aller Fakten sollte man sich - noch dazu anonym (!) - mit solchen verhetztenden Empfehlungen zurückhalten. Natürlich hat ein jeder das Recht auf seine Meinung. Dann sollte diese jedoch auch klar als individuelle Meinungsäußerung formuliert werden. Ob Herr Rüther in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden noch tragbar ist oder nicht, entscheidet jedenfalls nicht "Ihr Versicherungsmaklerbüro", welches nun konsequenter Weise hoffentlich die Zusammenarbeit mit der Provinzial einstellt. Meiner Meinung nach würde dieses Versicherungsmaklerbüro sich sonst selber unglaubwürdig machen.

  • Weder als Vorstandsvorsitzender noch als NUR-Vorstand oder einfacher Mitarbeiter jemals noch tragbar.

    5 Minuten um persönliche Dinge aus dem Schreibtisch zu räumen sollten ihm gewährt werden.
    _____________________________
    Ihr Versicherungsmaklerbureau

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