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18.07.2008 

Natixis ist vor allem von den Problemen der US-Kreditversicherer, den Monolinern, betroffen. Das Problem: Im Zuge der Finanzkrise häufen sich die Zahlungsausfälle bei Anleihepapieren; für diese Ausfälle sollen die angeschlagenen Kreditversicherer geradestehen. Im Zuge dieser Dynamik stieg die Exposition von Natixis gegenüber den Monolinern von 2,1 Mrd. Euro Ende März auf 2,4 Mrd. Euro Ende Juni.

Das Desaster von Natixis hat für die Caisse d?epargne und die Banque Populaire nicht nur finanzielle Folgen. Im Zuge des Börsengangs von Natixis im Sommer 2006 hatten die Berater der beiden genossenschaftlichen Bankengruppen die Natixis-Aktien ihren Kunden in das Depot gedrückt. Entsprechend sauer sind nun die Kleinanleger.

Denn die Natixis-Aktie hat allein in diesem Jahr fast zwei Drittel ihres Wertes verloren. Beim Verband der französischen Bankkunden sind daher bereits Hunderte Beschwerden eingegangen. Für den Herbst sollen Klagen vorbereitet werden. Die Aktionärsschützer des Verbandes Adam wollen die Börsenaufsicht AMF einschalten.

Offen ist noch, ob das Desaster bei Natixis nun auch personelle Konsequenzen haben wird. Schon nach den schlechten Quartalszahlen vom März galt Geschäftsführer Dominique Ferrero als angezählt. Natixis-Vorstandschef ist indes Philippe Dupont - der mächtige Chef der Groupe Banque Populaire.

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