Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im ersten Halbjahr sehr gut verdient. Das lag nicht zuletzt daran, dass es kaum große Schäden gab.
HB HANNOVER. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe im Vergleich zum Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 449,8 Mill. Euro zugelegt, teilte der im Nebenwerteindex MDax gelistete Rückversicherer am Dienstag in Hannover mit. Analysten hatten mit lediglich 440 Mill. Euro gerechnet. Der Überschuss kletterte um 4,2 Prozent auf 256,6 Mill. Euro und übertraf damit gleichfalls die Erwartungen der Branchenexperten.Die Bruttoprämien legten im Halbjahr um 12,8 Prozent zu auf 5,4 Mrd. Euro, die Nettoprämie stieg um 10,1 Prozent auf 4,0 Mrd. Euro.
„Unser Ergebnis zum 30. Juni ist eine gute Basis, um unser Gewinnziel für 2006 – eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent – erreichen zu können“, erklärte Hannover-Rück-Chef Wilhelm Zeller. Das entspricht nach früheren Angaben Zellers einem Nettogewinn von rund 450 Mill. Euro. Als Voraussetzung nannte die Hannover Rück, dass Großschäden und Einbrüche am Kapitalmarkt ausbleiben. Bald beginnt die Hurrikan-Saison in Nordamerika, die in 2005 die Rückversicherer Milliarden gekostet hatte.
Für den Zeitraum April bis Ende Juni – das zweite Quartal – verbuchte die Hannover Rück einen Überschuss von 150,8 Mill. Euro, ein Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ebit stieg um 22,5 Prozent auf 235,5 Millionen. Die Bruttoprämien erhöhten sich um 17,4 Prozent auf 2,598 Mrd. Euro.
Im zweiten Quartal hatte die Hannover Rück nur zwei Großschäden zu verzeichnen, die zu einer Nettobelastung von 22,4 Mill. Euro führten. Damit beläuft sich die Nettoschadenbelastung für das erste Halbjahr auf lediglich 54,2 Mill. Euro.

