Neue Ermittlungen gegen UBS: US-Behörden nehmen Schweizer Bank ins Visier

Neue Ermittlungen gegen UBS
US-Behörden nehmen Schweizer Bank ins Visier

Sie hatten zuletzt große Probleme mit der US-Strafverfolgung. Doch offenbar ist die Angelegenheit für die Schweizer Großbank UBS noch nicht ausgestanden: Diesmal interessiert die Behörden das Inhaberwertpapiergeschäft.
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Die amerikanische Justiz hat erneut die UBS Group AG ins Visier genommen, wie Bloomberg News von drei mit den Vorgängen vertrauten Personen erfuhr. Dabei geht es um den Vorwurf, dass die größte Schweizer Bank US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen haben soll. Dies soll mit Hilfe von Wertpapieren geschehen sein, die es den Besitzern ermöglichen, ihre Identität zu verbergen.

Die neuen Untersuchungen, die sechs Jahre nach einer Einigung in einem separaten Steuerhinterziehungs-Fall mit dem US-Justizministerium erfolgen, konzentrieren sich auf Inhaberwertpapiere. Diese können wie Barmittel eingesetzt werden, erläuterte eine der informierten Personen, die nicht namentlich genannt werden wollte.

Die Staatsanwaltschaft in Brooklyn unter Leitung von Loretta Lynch führt die Ermittlungen. Sie wird dabei durch einen Whistleblower unterstützt. Lynch ist als Nachfolgerin von US- Justizminister Eric Holder nominiert. Agenten des US- Bundeskriminalamts Federal Bureau of Investigation sollen ebenfalls an den Untersuchungen beteiligt sein, erklärte eine weitere Person.

Die Schweiz galt lange Zeit als sicherer Hafen für Investoren aus aller Welt, aber auch als Zufluchtsort für Wohlhabende, die ihre Vermögenswerte schützen wollten. Die Vereinigten Staaten führen strafrechtliche Untersuchungen gegen ein Dutzend Schweizer Banken, weitere 100 bemühen sich darum, einer Strafverfolgung zu entgehen. Mehr als 52.000 Amerikaner haben mittlerweile freiwillig geheime Konten bei der US- Steuerbehörde angegeben.

Marsha Askins, eine New Yorker Sprecherin der UBS, Peter Carr vom US-Justizministerium, FBI-Sprecher Chris Sinos und William Muller von der Staatsanwaltschaft in Brooklyn wollten zu den Informationen nicht Stellung beziehen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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